EMMEN: Unternehmen zahlten weniger Steuern als erhofft

Die Gemeinde Emmen hat im letzten Jahr ein Defizit eingefahren. Der Fehlbetrag ist grösser als erwartet. Ein Grund für diese Entwicklung ist der starke Rückgang bei den Unternehmenssteuern.

Merken
Drucken
Teilen
Der Gemeinderat von Emmen: Thomas Lehmann, Josef Schmidli, Rolf Born, Susanne Truttmann und Urs Dickerhof (von links). (Bild: Remo Naegeli / Neue LZ)

Der Gemeinderat von Emmen: Thomas Lehmann, Josef Schmidli, Rolf Born, Susanne Truttmann und Urs Dickerhof (von links). (Bild: Remo Naegeli / Neue LZ)

Das Defizit der Gemeinde beträgt 8,9 Millionen Franken, 3,6 Millionen Franken grösser als budgetiert. Wie die Gemeinde am Mittwoch mitteilte, weist die Rechnung einen Aufwand von 143,3 und einen Ertrag von 134,4 Millionen Franken aus. Mehrausgaben für die Pflegefinanzierung und tiefere Steuereinnahmen führten dazu, dass das Defizit höher ausfiel als veranschlagt.

Tiefere Steuereinnahmen hatte Emmen letztmals 2005. Die Einnahmen aus den Steuern blieben um 4,7 Millionen Franken unter dem Budgetziel von 73,2 Millionen Franken.

Während die natürlichen Personen 48,2 Millionen Franken und damit eine knappe Million mehr Steuern ablieferten als 2011, sackten die Steuerzahlungen der Unternehmen um 7,6 Millionen Franken auf 9,3 Millionen Franken ab.

Der Gemeinderat begründet dies mit der globalen Wirtschaftslage, die sich negativ auf die exportabhängigen Unternehmen ausgewirkt habe sowie mit der Unternehmenssteuerreform. Der prognostizierte Kompensationseffekt sei 2012 nicht eingetreten.

Bei den Finanzkennzahlen erreicht die Gemeinde Emmen in vier von acht Punkten die kantonalen Vorgaben nicht. Im roten Bereich sind namentlich die Selbstfinanzierung und die Verschuldung.

Der Gemeinderat ist gegen eine Steuererhöhung, dies weil die natürlichen Personen 2012 mehr Steuern bezahlt hätten als 2011. Emmen brauche Impulse und Perspektiven, damit es seinen Handlungsspielraum zurückgewinnen könne. Hoffnungen setzt der Gemeinderat in die Entwicklungsprojekte Seetalplatz, Feldbreite und Viscose. (sda)