EMMEN: Urteil gegen den Todesraser ist rechtskräftig

Das Urteil gegen den Unfallfallfahrer, der auf der Autobahn A2 in Emmen vier Bauarbeiter getötet hat, ist rechtskräftig. Ins Gefängnis muss er aber vorerst nicht.

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Bei dieser Baustelle auf der Autobahn in Emmen wurden vier Männer bei einem Unfall getötet. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Bei dieser Baustelle auf der Autobahn in Emmen wurden vier Männer bei einem Unfall getötet. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Der Anwalt des Todesrasers von Emmen hat eine Appellation gegen den Entscheid des Amtsgerichts Hochdorf zurückgezogen. Damit ist das Urteil rechtskräftig. Der Angeklagte war am 28. Juni 2007 stark alkoholisiert in eine Baustelle auf der A2 gerast. Dabei wurden vier Männer tödlich und fünf weitere schwer verletzt. Er wurde wegen fahrlässiger Tötung zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt.

Derzeit befindet er sich aber in einer Psychatrischen Klinik und wird dort therapiert. Zu Gunsten dieser stationären Massnahme wird die Gefängnisstrafe aufgeschoben. Sprich: Befindet er sich während dreieinhalb Jahren in der Klinik, so kann er, sofern ihn der Psychiater für genügend stabil hält, wieder in die Freiheit kommen. Allerdings: Wenn die Massnahme nicht greift, ist es auch möglich, dass er länger in der geschlossenen Klinik bleiben muss.

Michael Graber/Neue LZ