Emmen
Weniger Leitungsbrüche dank sieben Kilometer erneuerter Wasserleitungen

Gemäss der Abrechnung eines Sonderkredits lohnt sich die Sanierung von Wasserleitungen. Der Einwohnerrat Emmen hat deshalb bereits einen neuen Kredit bewilligt.

Beatrice Vogel
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Erst kürzlich hat der Einwohnerrat Emmen einen Sonderkredit über sieben Millionen Franken bewilligt. Das Geld soll in den nächsten vier Jahren für die Sanierung und Erneuerung der gemeindeeigenen Wasserleitungen und Versorgungsanlagen eingesetzt werden. Nun legt der Gemeinderat die Abrechnung des ersten derartigen Sonderkredits (inklusive Zusatzkredit) vor, der von 2017 bis 2020 Gültigkeit hatte und total 7,35 Millionen Franken umfasste.

Wasserleitungen im Pumpwerk Schiltwald.

Wasserleitungen im Pumpwerk Schiltwald.

Pius Amrein (Emmen,
1. Mai 2018)

Gemäss Abrechnung wurde der Kredit leicht unterschritten: Rund 7,22 Millionen Franken wurden in den vergangenen vier Jahren ins Wasserleitungsnetz investiert. Zu Einsparungen sei es gekommen, weil die Bauvorhaben der Wasserversorgung oft mit anderen Werkarbeiten – etwa an Strom-, Gas- oder Fernwärmeleitungen – koordiniert wurden. Rund 61 Prozent der Arbeiten habe man an einheimische Unternehmen vergeben können.

Geringere Betriebskosten

Insgesamt wurden mit dem Kredit rund sieben Kilometer Wasserleitungen erneuert oder neu erstellt und bei zwei Anlagen, dem Reservoir Rippertschwand und dem Schacht Rothenburg Dorf, Erneuerungen vorgenommen. Dank der realisierten Projekte habe man bekannte Probleme im Versorgungsnetz beseitigen können. Dies habe zu einer Reduktion der Leitungsbrüche geführt und damit zu geringeren Betriebskosten.

Der Gemeinderat hält zudem fest, dass sich das Instrument des Sonderkredits für die Wasserversorgung Emmen «ausserordentlich bewährt» habe. Der administrative Aufwand sei dadurch wesentlich kleiner und es könne sehr schnell und flexibel auf Projekte Dritter reagiert werden.