EMMEN: Wohin mit den vielen Schülern?

Wegen steigender Bevölkerungszahlen müssen auch die Schulhäuser ausgebaut werden. Um wie viel und wie rasch, ist bei den Politikern aber umstritten.

Hugo Bischof
Drucken
Teilen
Dutzende künftige Primarschüler versammelten sich am Dienstagnachmittag auf dem Gersagplatz (Bild: pd)

Dutzende künftige Primarschüler versammelten sich am Dienstagnachmittag auf dem Gersagplatz (Bild: pd)

Die Gemeinde Emmen wächst. Was das im Bezug auf die jüngste Generation konkret bedeutet, dazu erhielt der Einwohnerrat bei seiner Sitzung am Dienstagnachmittag eindrücklichen Anschauungsunterricht. Als nämlich die Politiker in der Sitzungspause um 16 Uhr kurz auf den Gersagplatz traten, hatte sich hier eine riesige Schar drei- bis fünfjähriger Kinder versammelt. Es waren neun Emmer Spielgruppen mit ihren Leiterinnen – alles künftige Primarschüler.

Wie sehr die fähnchenschwingenden und singenden Kinder die anschliessende Debatte im Gersagsaal beeinflussten, lässt sich nur erahnen. Tatsache ist: Der Emmer Einwohnerrat nahm den 81-seitigen Bericht des Gemeinderats zur Schulraumplanung schliesslich klar zustimmend zur Kenntnis – mit 28 zu 9 Stimmen. Einzig die SVP hatte ablehnende Kenntnisnahme vorgeschlagen.

Ab 2017 an Kapazitätsgrenze

«Die Primarschule wird ab dem Jahr 2017/18 an ihre Kapazitätsgrenzen stossen, je nach Realisierung der Entwicklungsgebiete.» So lautet einer der Kernsätze im Planungsbericht des Gemeinderats. Insbesondere die Schulhäuser Emmen Dorf, Meierhöfli, Gersag, je nach Entwicklung um den Seetalplatz das Krauer-Schulhaus und eventuell auch das Erlen-Schulhaus würden bald ein Defizit an Schulzimmern haben.

Mit einer flexiblen Schulkreiseinteilung könne der jetzige Schulraum «voll ausgelastet werden», sagte Patrick Schmid, Präsident der Bau- und Verkehrskommission. Es zeichne sich aber ab, dass «wir zumindest mittelfristig das Angebot an Kindergartenräumen und Schulzimmern je nach Standort massiv ausbauen müssen». Wie konkret bewerkstelligt wird, ob mit Neubauten oder flexiblen Pavillons, dazu braucht es jetzt weitere Planungsschritte.