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EMMENBRÜCKE: Bewegung im Discount-Fitness-Markt

Nächstes Jahr eröffnet die Migros ein Fitnesscenter für Kostenbewusste in der Zentralschweiz. Auch andere Player sind in den Startlöchern.
Eine Frau trainiert in einem Fitnessstudio (Archiv) (Bild: KEYSTONE)

Eine Frau trainiert in einem Fitnessstudio (Archiv) (Bild: KEYSTONE)

Die Migros wird im Frühling 2018 ihr erstes Budget-Fitnesscenter in der Zentralschweiz eröffnen. Das neue Format namens «Only Fitness» soll an der Oberhofstrasse 30 in Emmenbrücke entstehen, wie ein Sprecher der Genossenschaft Migros Luzern auf Anfrage sagt.

Der orange Riese hat den Einstieg in den Discount-Fitnessmarkt vergangene Woche angekündigt. Das allererste Schweizer «Only Fitness» wird am 29. September 2017 beim Hauptbahnhof in Bern eröffnet. Wellnessangebote sucht man dort vergebens. Aber es soll jederzeit ein Fitnessinstruktor vor Ort sein, der den Kundinnen und Kunden beratend zur Seite steht. Unter anderem bietet die Migros zudem auch sogenannte Cyber-Groupfitness-Kurse an. Damit sind Fitnesstrainer gemeint, die per Videoübertragung vor den Trainierwilligen auftreten. Wie die «Handelszeitung» in ihrer jüngsten Ausgabe berichtete, hat die Migros etwa Heidi Klums Personal Trainer und die fitnessbegeisterte US-Schauspielerin Kate Hudson im Repertoire.

Neben Bern und Emmenbrücke sind weitere Standorte in der übrigen Schweiz in Planung, heisst es bei der Migros.

Das Jahresabonnement im «Only Fitness» kostet 499 Franken, für 24 Monate kostet das Abo 399 Franken pro Jahr. Im Vergleich zu herkömmlichen Fitnessstudios sind das sehr tiefe Preise. Die Migros selbst betreibt bereits seit längerem herkömmliche Fitnesscenter, der Einstieg in den Discountmarkt kommt nun nicht ganz freiwillig. Denn derzeit drängen viele andere Player auf den Markt.

Coop will expandieren

Erst vor kurzem hat die deutsche Billig-Fitnesskette Clever Fit angekündigt, dass sie in die Schweiz kommen werde. Die Firma wird vom deutschen Bodybuilder Ralf Moeller repräsentiert. Die Clever-Fit-Gruppe strebt nach eigenen Aussagen über 20 Schweizer Standorte an. Das erste Studio soll Mitte September im Schaffhauser Industriegebiet seine Tore öffnen. Auch der direkte ­Migros-Konkurrent Coop hat den Fitnessmarkt längst für sich entdeckt. Im April 2016 hat der Detailhändler die Mehrheit am Ostschweizer Anbieter Update Fitness übernommen. Coop will in den kommenden Monaten schweizweit laufend neue Center eröffnen, heisst es.

Für Branchenkenner scheint derweil klar, dass der Markt langsam übersättigt ist. Auf die jüngsten Offensiven könnten deshalb früher oder später Konsolidierungen folgen. Wer im Verdrängungskampf überleben will, braucht also Durchhaltekraft.

Maurizio Minetti

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