EMMENBRÜCKE: Brief aus Emmenbrücke befreit libysche Geisel

Der Schweizer Geschäftsmann Max Göldi war fast vier Monate in einem libyschen Gefängnis eingesperrt. Nun ist er freigelassen worden – offenbar auch wegen eines Briefes aus Emmenbrücke.

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Sein Brief hat wohl eine grosse Rolle bei der Freilassung von Max Göldi gespielt: Antonio Razzi, hier bei einem Besuch im Bundeshaus in Bern im September 2008. (Archivbild Chris Iseli/Neue LZ)

Sein Brief hat wohl eine grosse Rolle bei der Freilassung von Max Göldi gespielt: Antonio Razzi, hier bei einem Besuch im Bundeshaus in Bern im September 2008. (Archivbild Chris Iseli/Neue LZ)

Froh über die Meldung von Max Göldis Freilassung ist auch der in Emmenbrücke lebende italienische Abgeordnete Antonio Razzi. Er hatte sich kürzlich in einem Brief an die libysche Führung für Göldis Freilassung starkgemacht und war erst kürzlich in Libyen, wo er einen hochrangigen Politiker traf.

Laut eigenen Angaben wurde Razzi bereits am Donnerstag-Nachmittag per SMS von einem libyschen Spitzenpolitiker über die Freilassung Göldis informiert. «Der Brief, den ich Libyen geschrieben habe, spielte eine sehr, sehr wichtige Rolle, wurde mir versichert», sagt er gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung.

Razzi hat noch am Donnerstag-Abend versucht, mit Libyen in Kontakt zu treten. «Ziel muss es sein, dass Max Göldi so schnell wie möglich in die Schweiz zurückkehren kann.»

Der Geschäftsmann Max Göldi wird seit Juli 2008 in Libyen festgehalten. Damals wurden in einem Hotel in Genf der Sohn des libyschen Staatschefs, Hannibal Ghadhafi, zusammen mit seiner Frau festgenommen. Als

Kari Kälin/Neue LZ; ana