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EMMENBRÜCKE: Die Provokation ging von der Trainerbank aus

Die jüngsten Fussball-Krawalle dürften ein Nachspiel haben. Über Sanktionen entscheidet morgen die Strafkommission.
Gabriela Jordan
Auf und neben dem Platz ist es im Gersag Stadion beim Spiel zwischen Emmenbrücke und Südstern zu unschönen Szenen gekommen. (Symbolbild) (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Auf und neben dem Platz ist es im Gersag Stadion beim Spiel zwischen Emmenbrücke und Südstern zu unschönen Szenen gekommen. (Symbolbild) (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Unfaires Verhalten auf und neben dem Fussballplatz bleibt ein Dauerthema. Das zeigen die Zwischenfälle vom Wochenende. Welche Folgen die Krawalle für den FC Emmenbrücke und den Stadtluzerner Verein FC Südstern haben werden, wird die Strafkommission des Innerschweizer Fussballverbandes (IFV) morgen Mittwoch beurteilen. Die beiden 3.-Liga-Mannschaften spielten am Samstagabend im Gersag-Stadion gegeneinander. Der Schiedsrichter musste das Spiel in der 83. Minute jedoch abbrechen, weil sowohl Akteure in der Coaching-Zone als auch Zuschauer auf der Tribüne aufeinander losgingen (Ausgabe von gestern).

Krawalle nur neben dem Spielfeld

Während Verwarnungen und gesperrte Spieler wahrlich keine Seltenheit im Fussball sind, kommen Spielabbrüche nicht alle Tage vor. In der Zentralschweiz erregte vor vier Jahren das 4.-Liga-Spiel zwischen dem FC Rotkreuz und dem FC Steinhausen Aufsehen. Die Partie musste damals abgebrochen werden, weil sich Spieler des FC Rotkreuz mit ihren eigenen Fans prügelten. Als Folge schloss der Vorstand einige Spieler aus dem Verein aus. Die Rotkreuzer verloren das Spiel durch Forfait und mussten eine Geldbusse bezahlen.

Beim Spiel vom Samstag waren es allerdings nicht die Spieler, die aufeinander losgingen. Die Krawalle ereigneten sich ausschliesslich neben dem Spielfeld sowie auf den Zuschauerrängen, wie Urs Dickerhof, IFV-Präsident und Emmer Gemeinderat, bestätigt. «Wir wissen unterdessen, dass sich Personen auf der Trainerbank provoziert haben.» Zu den möglichen Strafen will sich Dickerhof noch nicht äussern.

Strafpunkte sollen Fairplay fördern

Hinweise darauf, wie fair ein Team spielt, geben die Fairplay-Listen des IFV sowie der Suva (ganze Schweiz). Verweigert zum Beispiel jemand das Händeschütteln, wird die Mannschaft mit drei Punkten bestraft (siehe Kasten). Als der IFV vor einigen Jahren als erster Verband das Punktesystem einführte, habe man durchaus eine Verbesserung in den Spielerreaktionen gespürt, so Dickerhof. Momentan sei die Wirkung jedoch wieder abgeflacht.

Doch nicht alle sind von der Fairness-Liste begeistert. Grundsätzlich sei sie zwar gut, sagt der Präsident des FC Südstern, Kurt Ammann. Doch sie basiere vor allem darauf, wie viele Karten verteilt werden – was ihm zufolge stark vom jeweiligen Schiedsrichter abhängt. Die Wirkung der Liste könne sogar kontraproduktiv sein, wenn Schiedsrichter oder Spieler voreingenommen ans Spiel gingen, findet er. Zum Spiel vom Samstag wollen sich weder Ammann noch jemand beim FC Emmenbrücke noch der Schiedsrichter äussern.

Ob die Partie gewertet oder wiederholt wird – oder eine Mannschaft durch Forfait verliert –, ist nun Sache der Strafkommission. Diese fällt ihre Entscheidung basierend auf dem Rapport des Schiedsrichters sowie den Stellungnahmen der Vereine. Zum Zeitpunkt des Abbruchs führte der FC Südstern mit 1:0. Der Schiedsrichter stoppte das Spiel kurz nachdem er einen Penalty für den FC Emmenbrücke pfiff. Der Spielbetrieb läuft bis auf Weiteres normal weiter: Der FC Südstern spielt am Samstag gegen den FC Schattdorf, der FC Emmenbrücke tritt gegen den FC Rothenburg an.

Gabriela Jordan

Strafpunkte für unfaires Verhalten

Die Fairness-Liste des Innerschweizer Fussballverbands gibt Aufschluss darüber, wie fair sich Spieler und Trainer verhalten. Eine Verwarnung wird etwa mit 1 Punkt bestraft, eine Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter mit 40 Punkten. Die 3.-Liga-Mannschaft des FC Emmenbrücke liegt mit derzeit 4 Punkten auf dem 8. Rang, die Mannschaft des FC Südstern mit 10 Punkten auf dem 27. Rang. Auf dem letzten Platz dieser Gruppe liegt momentan Baar mit 17 Strafpunkten. In der letzten Saison machte das 4.-Liga-Team des FC Emmenbrücke mit 107 Strafpunkten einen miserablen Eindruck und lag an letzter Stelle. Die 4.-Liga-Mannschaft des FC Südstern lag mit nur 7 Punkten hingegen auf dem zweitbesten Rang. Einen Vergleich aller Teams bietet die Fairness-Liste der Suva. Die Mannschaft mit den wenigsten Punkten wird jeweils belohnt.

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