EMMENBRÜCKE: FC Luzern wird wohl im Gersag spielen

Der FC Luzern möchte während des Stadionbaus seine Heimspiele in Emmenbrücke austragen. Ungelöst sind Verkehr und Sicherheit.

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Der Emmer Finanzdirektor Urs Dickerhof (links) und FCL-Präsident Walter Stierli im Oktober 2006 vor dem Stadion Gersag in Emmen­brücke. (Bild Daniel Tischler/Neue LZ)

Der Emmer Finanzdirektor Urs Dickerhof (links) und FCL-Präsident Walter Stierli im Oktober 2006 vor dem Stadion Gersag in Emmen­brücke. (Bild Daniel Tischler/Neue LZ)

Nun ist es offiziell: Der FC Luzern hat bei der Gemeinde Emmen ein Gesuch eingereicht, um das Fussballstadion Gersag für seine Heimspiele nutzen zu können. 

Thomas Schönberger, CEO der FC Luzern-Innerschweiz AG, bestätigt einen entsprechenden Bericht des Regionaljournals von Radio DRS. «Wir stehen mit der Gemeinde Emmen in einem Dialog und haben durchaus positive Signale erhalten», sagt Schönberger.

Stadion für maximal 8500 Fans
Das Stadion Gersag soll provisorisch auf 8000 bis 8500 Plätze erweitert werden; 500 davon werden für Gästefans reserviert sein. Wird das neue Stadion Allmend am 30. November vom Stadtluzerner Stimmvolk bewilligt, könnte der FC Luzern bereits ab Februar 2009, also die Rückrunde der laufenden Saison, in Emmenbrücke spielen. Das Gastrecht würde bis zum Ende der Saison 2009/10 dauern. 

Busse zum Stadion
Urs Dickerhof, der Emmer Finanzdirektor, hat mit seinen Gemeinderatskollegen die Anfrage bereits erstmals diskutiert. Dabei sind allerdings noch einige Fragen offen geblieben. Vorab geht es um die Bereiche Verkehr und Sicherheit, die der FC Luzern nun klären muss. Dies ist auch Thomas Schönberger klar: «In diesen Bereichen werden wir noch ein Konzept vorlegen müssen.» Er will bei Gesprächen mit den Emmer Verantwortlichen fertige Lösungen präsentieren können, um mögliche Ängste im Voraus beseitigen zu können. 

Schönberger nennt konkret Gruppierungen, die sich als Fans ausgeben, aber als Chaoten auftreten. «Für Gästefans wird es in Emmenbrücke nicht so viele Plätze geben wie auf der Luzerner Allmend. Wir sehen vor, dass wir die Fangruppen direkt mit Bussen zum Stadion bringen und wieder weg, sodass die Emmer Bevölkerung von ihnen gar nichts mitkriegen wird.»

Emmer Vereine brauchen Platz
Ein weiteres Problem, das der FC Luzern im Dialog mit den Emmer Sportvereinen lösen will, ist die Belegung der Sportplätze. «Sicherlich wird es für diese Vereine gewisse Einschränkungen geben», sagt Schönberger. «Aber es muss für sie stimmen. Sie müssen trainieren und ihre Spiele austragen können.»

Christian Bertschi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.