EMMENBRÜCKE: Garnhersteller Monosuisse plant Werk in Mexiko

Der Garnhersteller Monosuisse aus Emmenbrücke treibt seine Wachstumspläne voran. Er will 2016 ein Werk in Mexiko mit 50 Arbeitsplätzen eröffnen.

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Eine der Produktepaletten von Monosuisse sind Schmalgewebe für unterschiedlichste Verwendungszwecke. (Bild: PD)

Eine der Produktepaletten von Monosuisse sind Schmalgewebe für unterschiedlichste Verwendungszwecke. (Bild: PD)

Das geplante Werk in der Stadt Querétaro in Zentralmexiko soll im ersten Quartal 2016 eröffnet werden, wie Monosuisse am Dienstag mitteilte. Der Investitionsentscheid sei gefallen.  Damit will sich das Unternehmen im Wachstumsmarkt Amerika und in der Nähe zu Kunden in den USA und in Lateinamerika ein Standbein aufbauen.

Der rund 10'000 Quadratmeter grosse mexikanische Werkplatz soll dereinst rund 50 Arbeitsplätze umfassen. Im Werk sollen grobe Kunsstofffäden produziert werden, die in technischen Applikationen zur Anwendung kommen.

Nähe zur Automobil- und Flugzeugindustrie

Querétaro sei eine sich im Wachstum befindende Region mit zahlreichen produzierenden Industrien, insbesondere Automobil- und Flugzeugindustrie, heisst es in der Mitteilung. Gut ausgebildete Arbeitskräfte wie auch eine professionelle und wirtschaftsfreundliche Umgebung zeichneten den Standort aus.

Monosuisse investiere "mehrere Millionen Franken" in das neue Werk, sagte der operative Chef des Unternehmens, Werner Häller, auf Anfrage. Einen genauen Betrag wollte er nicht nennen.

Monosuisse beschäftigt an seinen Standorten in der Schweiz, Rumänien, Polen und Italien 420 Mitarbeiter. Erst Anfang April hatte die Firma bekanntgegeben, je eine Fabrik im italienischen Cornaredo und im rumänischen Sighisoara erworben zu haben. Mit den Käufen will das Unternehmen Marktanteile dazugewinnen.

Die Garne von Monosuisse kommen in der Industrie zum Einsatz. Sie werden bei der Produktion von Siebdruck- und Filtrationsgeweben, Transportbändern, Geflechten und Papiermaschinenbespannungen verwendet. (sda/cv)