Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

EMMENBRÜCKE: Happiger Verlust für Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach

Der Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach ist in den ersten neun Monaten tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich klafft ein Verlust von 151,7 Mio. Euro. Schuld ist zum grössten Teil der Verkauf von Vertriebseinheiten.
Ein Mitarbeiter von Schmolz + Bickenbach bei der Produktion beim Walzwerk. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Ein Mitarbeiter von Schmolz + Bickenbach bei der Produktion beim Walzwerk. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Im Vorjahr hatte Schmolz+Bickenbach noch 45,8 Mio. Euro Gewinn gemacht. Aber auch das weitergeführte Geschäft produzierte in den ersten neun Monaten 2015 einen Verlust von 20,5 Mio. Euro nach einem Gewinn von 44,1 Mio. Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen mit Sitz in Luzern am Donnerstag bekannt gab.

Der Umsatz fiel um 3,8 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen (EBITDA) des fortgeführten Geschäfts knickte um gut ein Drittel auf 122,8 Mio. Euro ein. Der Stahlabsatz sank um 3,5 Prozent auf 1362 Kilotonnen.

Geschäft schwieriger geworden

Das Marktumfeld sei im dritten Quartal deutlich schwieriger geworden, teilte das Unternehmen mit. Der Auftragsbestand lag Ende September mit 395 Kilotonnen weit unter dem Vorjahresniveau von 498 Kilotonnen. Der Weltstahlverband (WSA) gehe für dieses Jahr von einem Rückgang des Stahlverbrauchs um 1,7 Prozent aus.

Die Nachrichten über eine Abkühlung der chinesischen Wirtschaft hätten die Rohstoffpreise über die Erwartungen hinaus deutlich unter Druck gesetzt. Niedrige Preise für Rohstoffe und Legierungselemente hätten den Druck auf die Basispreise erhöht und durch einen geringeren Legierungszuschlag zu niedrigeren Umsätzen geführt, schrieb der Konzern.

Darüber hinaus sei das Öl- und Gasgeschäft wegen des niedrigen Ölpreises vorübergehend nahezu zum Erliegen gekommen. Auch wenn zuletzt eine Stabilisierung eingetreten sei, so mache die anhaltende Schwäche der Rohölpreise die für das zweite Halbjahr 2015 erwartete Erholung im Öl- und Gasgeschäft nunmehr unwahrscheinlich.

Dennoch geht Schmolz+Bickenbach weiterhin davon aus, im Jahr 2015 ein EBITDA in einer Bandbreite zwischen 160 Mio. und 180 Mio. Euro zu erreichen.

sda

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.