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EMMENBRÜCKE: Hier erhalten auch Unfallhelfer Hilfe

Die Autohilfe Zentralschweiz hat ein neues Kompetenzzentrum für Pannen- und Unfallfahrzeuge eröffnet. Dieses enthält neben einer Werkstatt unter anderem auch eine Weltneuheit.
Hannes Bucher
Die Werkstatt für Einsatzfahrzeuge im neuen Zentrum der Autohilfe Zentralschweiz. (Bild: Corinne Glanzmann (Emmenbrücke, 1. März 2018))

Die Werkstatt für Einsatzfahrzeuge im neuen Zentrum der Autohilfe Zentralschweiz. (Bild: Corinne Glanzmann (Emmenbrücke, 1. März 2018))

Hannes Bucher

region@luzernerzeitung.ch

In Buochs und Cham ist der Auto-Notruf bereits heimisch. Nun hat das Unternehmen für Pannen- und Unfallhilfe an der Neuenkirchstrasse 90 in Emmenbrücke ein neues Kompetenzzentrum eröffnet. 11 Millionen Franken hat die Autohilfe Zentralschweiz AG, so der offizielle Name des Unternehmens, investiert. Dieses Wochenende finden die Eröffnungsfeierlichkeiten statt.

Bereits am Donnerstagabend begrüsste Verwaltungsrat Jürg Hammer Gäste aus Politik, Wirtschaft und Vertreter verschiedener Zentralschweizer Polizeikorps. Unter anderem vor Ort war der Aargauer Nationalrat Ulrich Giezendanner (SVP), Präsident der Auto-Strassenhilfen-Schweiz.

Platz für Raserfahrzeuge

In Rundgängen konnten die Besucher einen Blick hinter die Kulissen des 24-Stunden-Betriebs werfen. Pannen- und Unfallhelfer Jörg Bucher ist einer der 20 Mitarbeiter des Betriebs; er führte eine der Besuchergruppen durch die neuen Anlagen. Ein Kernstück ist die moderne Einsatzzentrale. Ebenso eindrücklich die 660 Quadratmeter grosse Einstellhalle für die gut 20 Einsatzfahrzeuge des Betriebs. Dieser ist übrigens nicht nur im Pannen- und Unfallbereich tätig. Auf einem Zwischenboden können in derselben Halle von der Polizei verwahrte und sichergestellte Fahrzeuge eingelagert werden. «Das können etwa Raserfahrzeuge oder sonst beschlagnahmte Fahrzeuge sein», so Bucher. «Hier sind die Objekte auch vor neugierigen Blicken geschützt.»

Für Notreparaturen an Pannenfahrzeugen und Unterhaltsarbeiten an den betriebseigenen Fahrzeugen ist eine Werkstatt vorhanden. In einem separaten Sicherstellungsraum können Fahrzeuge für den Spurenschutz abgestellt oder weggesperrt werden – mit alleinigem Zugang für die Polizei. Eine weitere Halle bietet Platz für rund 40 Wracks aus Unfallereignissen. Dort ist auch Platz für Entsorgung und Wertstofftrennung.

Gemäss den Verantwortlichen eine Weltneuheit stellen die Quarantäne-Container für Elektrofahrzeuge mit automatischem Löschsystem dar. «Elektrofahrzeuge mit Lithium-Ionen-Akkus bergen nach einem Unfall eine besondere Gefahr der Erhitzung», so Bucher. Deshalb würden solche Fahrzeuge einige Tage in Quarantäne gestellt. Bei der Entwicklung dieser Container hat das Unternehmen selber mitgearbeitet. Ein automatisches Löschsystem sorgt bei einer allfälligen Erhitzung für Kühlung und verhindert eine Brandentwicklung. Zumindest schweizweit eine einmalige Einrichtung sei der Fotoshooting-Raum. Darin kann dank 360 Grad drehender Säule ein havariertes Fahrzeug rundum fotografiert werden. Diese Aufnahmen ermöglichen es, einer Versicherung im optimalen Fall innert Stunden ein komplettes Schadensdossier vorzulegen.

An einem gewöhnlichen Tag würden im Zentrum zwischen 30 bis 50 Aufträge abgewickelt. Bei Nachtschichten haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, im Zentrum selber zu schlafen. Sie können sich auch tagsüber zurückziehen und ausruhen. Die dafür notwendigen Räumlichkeiten sind im neuen Zentrum ebenfalls vorhanden.

Hinweis

Morgen findet im Kompetenzzentrum an der Neuenkirchstrasse 90 in Emmenbrücke von 10 bis 16 Uhr ein Tag der offenen Tür statt.

In Rundgängen konnten die Besucher einen Blick hinter die Kulissen des 24-Studen-Betriebs werfen. (Bild: Corinne Glanzmann)

In Rundgängen konnten die Besucher einen Blick hinter die Kulissen des 24-Studen-Betriebs werfen. (Bild: Corinne Glanzmann)

An einem gewöhnlichen Tag leisten die Mitarbeiter zwischen 30 und 50 Einsätzen. (Bild: Corinne Glanzmann)

An einem gewöhnlichen Tag leisten die Mitarbeiter zwischen 30 und 50 Einsätzen. (Bild: Corinne Glanzmann)

Roger Tellenbach zeigt die Ausstattung des Autos. (Bild: Corinne Glanzmann)

Roger Tellenbach zeigt die Ausstattung des Autos. (Bild: Corinne Glanzmann)

Die Weltneuheit: Quarantäne-Container für Elektrofahrzeuge mit automatischem Löschsystem. Da Elektrofahrzeuge mit Lithium-Ionen-Akkus besonders gefährdet sind zu erhitzen, werden sie jeweils ein Tag in Quarantäne gestellt. (Bild: Corinne Glanzmann)

Die Weltneuheit: Quarantäne-Container für Elektrofahrzeuge mit automatischem Löschsystem. Da Elektrofahrzeuge mit Lithium-Ionen-Akkus besonders gefährdet sind zu erhitzen, werden sie jeweils ein Tag in Quarantäne gestellt. (Bild: Corinne Glanzmann)

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