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EMMENBRÜCKE: Le Théâtre: Neue Spielstätte, bewährtes Rezept

Nach dem Wegzug aus Kriens feiert das Le Théâtre am Samstag seine Premiere im ehemaligen Gersag in Emmenbrücke. Das neue Stück «95 – Ninety-Five» knüpft an die letzte Produktion an.
Proben zum Musical «95 – Ninety-Five», das am Samstag erstmals aufgeführt wird. (Bild: PD)

Proben zum Musical «95 – Ninety-Five», das am Samstag erstmals aufgeführt wird. (Bild: PD)

Wenn etwas läuft, bring eine Fortsetzung. In Hollywood ist dies schon lange ein Erfolgs­rezept. Daher ist schlüssig, dass auch die Musicalproduzenten von Le Théâtre auf diese Strategie setzen. In der elfjährigen Geschichte des Theaterhauses hat nur der Renner «Flashdance» mehr Publikum angezogen als das letztjährige Musical «Summer of ’85». Im nächsten Jahr wird es gar in Deutschland aufgeführt, Details dazu werden noch nicht bekanntgegeben.

Am kommenden Samstag feiert nun die Fortsetzung von «Summer of ’85» Premiere. Das Stück heisst «95 – Ninety-Five». Es sei die erste «Musical Soap der Geschichte», wie Andréas Härry, Co-Geschäftsleiter der Le-Théâtre-Trägerfirma Circomedia AG, mit einem Schmunzeln bemerkt. Die Handlung haben wieder er und seine Partnerin Irène Straub geschrieben.

«Die 90er-Jahre sind der Brüller»

Die Musik stammt, wie der Name andeutet, aus den 90er-Jahren, gespielt werden etwa «Mambo Nr. 5» von Lou Bega, «Attenti al Lupo» von Lucio Dalla, «Miss You Like Crazy» von Natalie Cole oder «As» von Stevie Wonder. ­Alles Ohrwürmer also. Kann da überhaupt etwas schiefgehen? Härry ist zuversichtlich: «Wir dachten, die 80er-Jahre sind Spitze. Aber die 90er sind der Brüller. Es ist fast nicht zu glauben, wie viele Songs aus dieser Zeit stammen.» Die Auswahl sei entsprechend schwierig gewesen. Über 70 Stücke wurden in die engere Selektion genommen und die Rechte abgeklärt. Von diesen fliessen 24 in die aktuelle Produktion ein.

Die Texte wurden grösstenteils übernommen und teils leicht angepasst, damit sie zur Geschichte passen. Die Musik hat wieder Arno Renggli arrangiert, der seit Jahren vom Keyboard aus auch die Band leitet. Das Gesangs- und Spielensemble wurde weiter professionalisiert. Nur noch drei Kinderrollen sind mit Laien besetzt. Sonst ist die Crew international aufgestellt. Gespannt sein kann man auf die Hauptdarstellerin Maren Kern. Sie hat schon an der Volksoper in Wien oder der Staatsoperette Dresden gesungen.

Grössere Halle, weniger Vorstellungen

Premiere feiert am Samstag nicht nur das Stück. Dann findet auch die erste Le-Théâtre-Aufführung in Emmenbrücke statt. Zuvor befand sich die Bühne in Kriens (wir berichteten). Der ehemalige Gersag-Saal wurde in etwas mehr als drei Monaten für rund 4 Millionen Franken vollständig umgestaltet. Im neuen Spielhaus finden maximal 670 Personen Platz, während der Musicalsaison werden es 550 sein. Der Le-Théâtre-Saal im Gersag ist damit etwas grösser als das Luzerner Stadttheater und fast doppelt so gross wie das ehemalige Lokal in Kriens. «Damit können wir auch die Belastung der Akteure senken», sagt Härry. «Es finden nur noch 25 Vorstellungen statt, halb so viele wie bis anhin.»

Neue Nische für Populärkultur?

Die Halle wurde mit zwei Konzerten und einem Lottoanlass übrigens bereits getestet (wir berichteten). Dies hat von den Veranstaltern den ärgsten Druck ­genommen. Mit verschiedenen baulichen Massnahmen und einer ausgeklügelten Tonanlage wurde der übermässige Hall des Saales neutralisiert. Rechnen sich diese Aufwendungen? Einerseits gibt es im Raum Luzern bereits zahlreiche gute Lokalitäten. Andererseits könnte das neue Le Théâtre eine eigenständige Nische besetzen: eine Spielhalle für den populär-kulturellen Betrieb, vollständig ausgerüstet mit Licht und Elektronik. «An anderen Orten muss der Veranstalter Licht und Verstärkeranlage extern mieten», sagt Härry. «Bei uns hängt schon alles an der Decke auf Musicalniveau. Dies gibt uns in der Eventszene ein gewisses Alleinstellungsmerkmal.»

Erste Buchungen gibt es bereits. Im nächsten Jahr gastiert das preisgekrönte Stück «The Show Must Go Wrong» des Regisseurs Dominik Flaschka in Emmenbrücke.

Roman Kühne

region@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Die Aufführungen finden vom 25. November bis 6. Januar, jeweils mittwochs bis sonntags, statt. Vorverkauf; www.le-theatre.ch, Telefon: 041 348 05 05.

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