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EMMENBRÜCKE: Miss-Kandidatin: «Mutter ist ausgeflippt»

Anita Shala will Miss Schweiz werden. Die 20-jährige Dentalassistentin verrät, wovor sie Angst hat und was ihre Eltern von der Wahl halten.
Andrea Schelbert
Anita Shala kämpft am 11. Oktober um das Amt der Miss Schweiz. (Bild Pius Amrein)

Anita Shala kämpft am 11. Oktober um das Amt der Miss Schweiz. (Bild Pius Amrein)

Anita Shala aus Emmenbrücke LU (20) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Bianca Fiala aus Fürstenau GR (17) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Céline Morel aus Le Grand-Saconnex GE (21) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Donika Krasniqi aus Thielle-Wavre NE (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Geraldine Schnidrig aus Bremgarten BE (19) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Laetitia Guarino aus Froideville VD (21) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Larissa Werner aus Nänikon ZH (17) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Marina Ettlin aus Dinhard ZH (21) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Maude Federspiel aus Chur GR (20) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Michèle Stofer aus Kehrsatz BE (22) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Mirjana Vasovic aus Zürich (21) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Natalie Rothenberger aus Bachenbülach ZH (23) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Samantha Haug aus Muri AG (22) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Saranda Maliqi aus Schönewerd SO (23) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Seraphine Schütz aus Zuzgen AG (20) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Sofia Bullo aus Claro TI (19) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Tatjana Basevic aus Basel (18) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
Vera Marozava aus Bex VD (20) (Bild: zvg / Thomas Buchwalder)
18 Bilder

Miss Schweiz Kandidatinnnen 2014

«Ich komme viel besser mit Menschen klar, die nicht so schön sind. Viele Menschen verbinden Schönheit mit Arroganz, andere sind neidisch und eifersüchtig. Das mag ich nicht», sagt Anita Shala aus Emmenbrücke. Die einzige Miss-Schweiz-Kandidatin aus der Zentralschweiz erscheint perfekt geschminkt und elegant gekleidet zum Medientermin in einem Luzerner Café. 30 Minuten hat die 20-jährige Brünette an diesem Morgen vor dem Spiegel gestanden. In der Zahnarztpraxis in Zürich arbeitet die 1,77 Meter grosse Dentalassistentin jedoch meist ungeschminkt. «Es wird immer Frauen geben, die schöner aussehen oder einen besseren Körper als ich haben. Letztlich muss man zu dem stehen, was man hat», sagt die Luzernerin.

Innere Schönheit sei für sie wichtiger, als top gestylt zu sein. «Das Aussehen bekommen wir vom lieben Gott geschenkt.»

Eltern stammen aus dem Kosovo

Anita Shala ist in Emmenbrücke geboren und aufgewachsen, ihre Eltern stammen aus dem Kosovo. «Sie haben mega Freude, dass ich unter den Finalistinnen bin. Vor allem meine Mutter ist ausgeflippt, als ich ihr davon erzählt habe. Sie wollte mich schon immer einmal auf einer solchen Bühne sehen», sagt die hübsche Dentalassistentin Auch ihr Vater, der ein Zügel-Transportunternehmen führe, sei stolz. «Er achtet darauf, dass es mir trotz dieses ganzen Stresses gut geht. Mein Vater ist wie ein Kumpel für mich.»

Geschwister fiebern mit

Auch Schwester Agnesa (18) und Bruder Mohammed (15) würden sich über ihre Wahl-Teilnahme freuen. «Meine Familie unterstützt mich. Wir haben einen extremen Zusammenhalt», sagt Anita Shala. Sie habe vieles von der Kultur Kosovos gelernt, sei aber eher schweizerisch erzogen worden: «Wenn ich möchte, darf ich ausgehen. Diese Freiheit gibt es bei Kosovo-Albanern weniger. Es ist eher selten, dass dort eine junge Frau ausgehen und sich so kleiden darf, wie sie es möchte.»

Lange keine Lehrstelle erhalten

Von ihrem Umfeld wird Anita Shala als herzliche und hilfsbereite Person beschrieben. Die 20-Jährige, die seit zweieinhalb Jahren mit Rinor (22) aus Zürich liiert ist, verrät viel aus ihrem Leben: Sie liebt die Sonne, weil sie sich bei Sonnenschein besonders gut fühlt. Sie findet es nicht selbstverständlich, dass ihr Freund sie bei der Wahl unterstützt. Sie ist sehr wählerisch beim Essen, achtet jedoch nicht bewusst auf gesunde Ernährung. Sie hat einen Taschen-Tick und besitzt so viele Schuhe, dass sie längst aufgehört hat, diese zu zählen.

Und es folgen auch Einblicke in ihre Gefühlswelten: «Ich bin schüchtern. Ich habe deswegen lange keine Lehrstelle bekommen. Ich musste lernen, mich zu öffnen.» Die Teilnahme an der Miss-Schweiz-Wahl sei für sie eine gute Gelegenheit, zu lernen, über ihren Schatten zu springen. «Dass sich die Öffentlichkeit plötzlich für mich interessiert, finde ich noch etwas komisch», sagt sie.

«Hatte Angst, den Chef zu fragen»

«Krone mit Herz» lautet das Motto der diesjährigen Miss-Schweiz-Wahl. Erstmals wird die Wahl-Nacht als Charity-Event auf dem Bundesplatz in Bern durchgeführt. Auch wenn die neue Schönheitskönigin, die am 11. Oktober gewählt wird, ihren Fokus auf karitatives Engagement legen soll, ist klar: Schlanke Körper, hübsche Gesichter und lange Beine sind auch dieses Jahr gefragt. In der «Beauty School» lernen die 18 Kandidatinnen, welche Kleider sie tragen und wie sie ihre Haare frisieren können. Catwalk-Training und Kleiderproben gehören auch zu den Verpflichtungen der 18 Finalistinnen «Ich hatte Angst, meinen Chef zu fragen, ob ich mitmachen darf. Zum Glück hatte er grosse Freude», erklärt Anita Shala.

Sie betont, dass sie sich nicht auf das Missen-Krönchen versteifen will: «Früher habe ich alles geplant. Dieses Mal lasse ich die Wahl einfach auf mich zukommen. Ich habe keine Ahnung, ob ich Chancen auf den Titel habe.» Falls sie gewinne, wolle sie ein Vorbild für Kinder sein. «Ich hatte eine sehr schöne Kindheit und möchte meine Erfahrungen weitergeben.»

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