EMMENBRÜCKE: Vollbesetztes Auto schleudert über Erdwall

Bei einem spektakulären Unfall Ende Januar ist in Sachsen ein Auto in einem Kirchendach gelandet. Eine ähnliche Erfahrung machte nun ein türkischsstämmi­ger Junglenker mit vier Beifahrern in Emmenbrücke.

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Die Böschung, über die der Wagen schliesslich hinausschoss. (Bild Kapo Luzern)

Die Böschung, über die der Wagen schliesslich hinausschoss. (Bild Kapo Luzern)

Am frühen Freitagmorgen fuhr ein 20-jähriger, türkischer Staatsangehöriger kurz nach 5 Uhr mit einem vollbesetzten Personenwagen auf der Autobahn A2 von Neuenkirch kommend Richtung Süden, um bei der Ausfahrt Emmen-Nord die Autobahn zu verlassen. Beim Befahren der Ausfahrt kam der Wagen offensichtlich wegen zu hoher Geschwindigkeit ins Schleudern und hob im Einmündungsbereich in die Rothenburgstrasse ab, wie die Kantonspolizei Luzern mitteilt.

Frau mittelschwer verletzt
Der Wagen schoss über die vierspurige Rothenburgstrasse hinaus, schleuderte im Wiesland gegen einen Erdwall und anschliessend gegen eine Betonbrüstung mit Maschendrahtzaun. Das Auto durchschlug den Zaun und landete rund drei Meter tiefer auf dem Vorplatz des Wohnhauses Heubächliring 8 (siehe Bild unten). Dort prallte es noch frontal gegen eine kleine Stützmauer.

Der Lenker und die vier weiteren Insassen (1 Mann und 3 Frauen) im Alter zwischen 18 und 21 Jahren wurden durch den Rettungsdienst des Sanitätsnotrufes 144 zur Kontrolle ins Luzerner Kantonsspital Luzern gefahren. Eine Frau verletzte sich mittelschwer, die anderen Passagiere erlitten Prellungen und Schürfungen.

Billett weg, Fahrzeug sichergestellt
Der 20-jährige Junglenker wohnt im Kanton Nidwalden und ist seit 10 Monaten im Besitz eines Führerausweises. Dieser wurde ihm auf der Stelle durch die Polizei abgenommen. Eine Blut- und Urinprobe wurde beim Fahrer angeordnet. Am Fahrzeug sowie an der Mauerbrüstung mit Maschendraht-Aufbau entstand ein Sachschaden von zirka 20'000 Franken. Das Unfallfahrzeug wurde sichergestellt.

scd