EMMEN/ECUADOR: Kartoffelernte in Ecuador dank Schweizer Hilfe

Eine Wasserleitung in Ecuador zu legen, ist so unmöglich, wie Pferde zum Fliegen zu bringen. Sechs Schweizer Bauern erlebten den behördlichen Trugschluss.

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Indigenas ernten in Riobamba in Ecuador Kartoffeln. (Bild Daniel Ammann)

Indigenas ernten in Riobamba in Ecuador Kartoffeln. (Bild Daniel Ammann)

Ecuador, der südamerikanische Andenstaat, verfügt eigentlich über einen fruchtbaren Boden. Selbst auf einer Höhe von 3000 Metern können Kartoffeln angepflanzt werden. So auch in Riobamba. Dorthin reiste die Emmer Biobäuerin Maya Probst Helfenstein Ende Januar mit weiteren fünf Bauern aus der Schweiz. Sie besuchten ecuadorianische Bauern und lernten ihre Probleme kennen.

Fussmarsch sparen
Eines der Hauptanliegen der Anden-Bauern ist die Wasserzufuhr. «In einem Dorf haben sie uns eine selbst gebaute Wasserleitung gezeigt», berichtet Maya Probst. Ohne die Leitung hatte die Dorfbevölkerung immer einen weiten Weg in Kauf nehmen müssen, um das Wasser ins Dorf zu bringen. Dank der finanziellen Unterstützung und dem Know-how von Swissaid können sich die Bewohner den Fussmarsch jetzt sparen. «Zuvor hatten die Eingeborenen versucht, das Anliegen einer direkten Wasserversorgung der Regierung nahe zu bringen», erzählt Probst.

Dort stiessen die Indigenas jedoch nur auf taube Ohren. Eine Wasserleitung wäre so unmöglich, wie Pferde zum Fliegen zu bringen, hatte man ihnen dort gesagt. Was sich dank Swissaid als Trugschluss herausstellte.

Mit der neuen Wasserleitung ist nun auch eine bessere Bewässerung der Felder möglich. «Da die UNO das Jahr 2008 zum Kartoffeljahr erklärt hat, wurden wir speziell über den Kartoffelanbau informiert», so Probst.