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EMMEN/FREIBURG IM BREISGAU: Tote Studentin: Viele Parallelen zum «Fall Emmen»

Eine 19-jährige Frau wird in Deutschland auf dem Nachhauseweg von einer Party vergewaltigt und später tot aufgefunden. Die zuständigen Behörden schliessen einen Zusammenhang zum «Fall Emmen» nicht aus.
Yasmin Kunz
Nach dem Leichenfund: Deutsche Polizisten durchsuchen den Tatort an der Dreisam. Bild: Imago (Freiburg im Breisgau, 16. Oktober 2016)

Nach dem Leichenfund: Deutsche Polizisten durchsuchen den Tatort an der Dreisam. Bild: Imago (Freiburg im Breisgau, 16. Oktober 2016)

Der Fall hatte über die Landesgrenzen hinaus für Aufsehen gesorgt: Am 21. Juli 2015 wurde eine 26-jährige Frau auf dem Dammweg in Emmen vom Velo gestossen und brutal vergewaltigt. Seither ist das Opfer vom fünften Halswirbel abwärts gelähmt. Trotz Massen-DNA-Tests, Handyauswertungen und einer Belohnung von 10 000 Franken für Hinweise aus der Bevölkerung, konnte der Täter bis dato nicht gefasst werden.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich am vergangenen Wochenende in Freiburg im Breisgau (D) – rund 160 Kilometer nördlich von Emmen, wie gestern der «Blick» berichtete. Eine Studentin (19)war in der Nacht auf Sonntag mit dem Velo auf dem Nachhauseweg von einem Fest. Am Ufer der Dreisam wurde sie am Sonntagmorgen von einer Joggerin tot aufgefunden, wie Laura Riske, Polizeisprecherin von Baden-Württemberg auf Anfrage sagt. Klar ist: Die junge Frau wurde Opfer eines Gewaltverbrechens und einer Sexualstraftat. Ob der Täter die junge Frau auch getötet hat, werden die Ermittlungen zeigen. Fest steht die Todesursache: Die Studentin ist ertrunken.

Die Parallelen der Fälle in Emmen und in Freiburg im Breisgau sind frappant, «und ein Zusammenhang kann nicht ausgeschlossen werden», sagt Riske. Gleicher Ansicht ist die Luzerner Staatsanwaltschaft.

Eine 40-köpfige Sonderkommission der deutschen Kriminalpolizei ermittelt – bis jetzt ist der Täter in Freiburg noch flüchtig. Ob es sich um den gleichen Mann handelt, der in Emmen eine Frau vergewaltigt hatte, kann erst dann gesagt werden, wenn beim jetzigen Opfer DNA des Täters sichergestellt werden kann. Ob dies der Fall sein wird, ist fraglich. «Die Leiche lag mehrere Stunden im Wasser. Es könnte sein, dass dadurch wichtige Spuren vernichtet worden sind», erklärt Riske. Die Spuren vom Tatort an der Dreisam, werden derzeit beim Landeskriminalamt – die zentrale Polizeibehörde in Deutschland – ausgewertet.

Gestern verteilte die Polizei Baden-Württemberg am Ufer der Dreisam Flugblätter. Darin wird die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Auch die Luzerner Polizei hatte damals die Bevölkerung mittels Flyer aufgerufen, mögliche Hinweise zum mutmasslichen Täter zu melden. Etwa 100 Hinweise seien dazumal bei der Polizei eingegangen, sagt Simon Kopp, Sprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft. «Diese haben wir inzwischen alle überprüft und teils sogar mit der DNA des mutmasslichen Täters abgeglichen.» Ob Hinweise aus der Bevölkerung richtungsweisend waren, kann er im Moment nicht beurteilen. Die Joggerin, die das Opfer im Fluss gefunden hat, ­reagierte gemäss Riske richtig: «Als sie etwas im Wasser entdeckt hatte, informierte sie unverzüglich die Polizei.»

Luzern: Noch fehlen 6 DNA-Proben

Zurück nach Luzern: Nach wie vor werden im «Fall Emmen» diverse Ermittlungen laufen, sagt Kopp auf Anfrage. Auch international werde nach dem Täter gefahndet. Bis dato sind 365 DNA-Tests gemacht worden, sechs sind noch ausstehend. Mit der Polizei Baden-Württemberg werde man in Kontakt bleiben. Stellt sich die Frage: Wäre der Fall nicht geeignet, um in der TV-Sendung «Aktenzeichen XY» aufgerollt zu werden? Gemäss Kopp ist das im Moment noch kein Thema.

Yasmin Kunz

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