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Emmer CVP-Fraktionschef plädiert für Rochade im Gemeinderat

Wird Patrick Schnellmann (CVP) die heikle Finanzdirektion übernehmen - oder soll ein bisheriger Gemeinderat ran? Und wird Brahim Aakti (SP) Bildungsdirektor? Der Emmer Gemeindepräsident Rolf Born (FDP) sagt bloss: «Denkbar ist alles.»
Roman Hodel
Die neu gewählten Emmer Gemeinderäte Brahim Aakti (links) und Patrick Schnellmann kurz nach Bekanntgabe des Resultats. (Bild: Eveline Beerkircher (Emmen, 23. September 2018))

Die neu gewählten Emmer Gemeinderäte Brahim Aakti (links) und Patrick Schnellmann kurz nach Bekanntgabe des Resultats. (Bild: Eveline Beerkircher (Emmen, 23. September 2018))

Mit der Wahl von Patrick Schnellmann (CVP) und Brahim Aakti (SP) ist der Emmer Gemeinderat seit Sonntag wieder komplett. Welche Direktionen die Neuen ab 1. November übernehmen werden, ist aber noch offen. Der Gemeinderat trifft sich am Mittwoch um 10 Uhr zur konstituierenden Sitzung. Offiziell betonten die Neugewählten, sie seien für beide Direktionen offen, die frei geworden sind. Dennoch sprach Schnellmann auffällig oft von den Finanzen, die man in den Griff bekommen müsse und Brahim Aakti verhehlte nicht, dass ihm die Bildung nahe liegen würde. Möglich ist aber auch, dass es zu einer Rochade kommt.

Entscheiden wird letztlich der Gemeinderat in corpore. Und zwar folgendermassen: Zuerst darf der Amtsälteste seine Ansprüche kundtun - das ist Gemeindepräsident Rolf Born (FDP), der 2004 in die Exekutive gewählt wurde. Dann folgen Baudirektor Josef Schmidli (CVP, seit 2008) und Sozialdirektor Thomas Lehmann (FDP, seit 2012). Patrick Schnellmann darf sich dann als Vierter äussern, weil der 49-Jährige an Lebensjahren älter ist als der am gleichen Tag gewählte Brahim Aakti. Der 36-Jährige wird als Letzter gefragt. Am Ende wird in einer Schlussabstimmung die Ämterverteilung beschlossen.

Hat Präsident Rolf Born selber Ambitionen, zu wechseln - von der Direktion Sicherheit und Sport etwa zu den Finanzen? Immerhin wäre er das mit Abstand erfahrenste Gemeinderatsmitglied und das könnte Emmen bei der nach wie vor finanziell nicht rosigen Situation gut gebrauchen. Oder dann Lehmann, als ehemaliger Kadermann der Luzerner Kantonalbank den Umgang mit Geld gewohnt? Born sagt bloss: «Denkbar ist alles.» Er habe im Vorfeld mit den bisherigen Gemeinderäten gesprochen und werde dies auch noch mit den Neuen tun. Und nicht zuletzt hätten auch die Parteien jeweils noch ihre Vorstellungen.

SP würde gerne Bildungsdirektion behalten

Die SP wäre laut Fraktionschefin Barbara Fas jedenfalls erfreut, wenn Brahim Aakti die Bildung von der zurückgetretenen Parteikollegin Susanne Truttmann übernehmen könnte, «weil es sich um ein SP-nahes Thema handelt». Sie sei aber überzeugt, dass er auch als Finanzdirektor eine gute Figur machen würde.

Die CVP mischt derweil stets an vorderster Front mit, wenn es darum geht, die Finanzen Emmens in den Griff zu bekommen - etwa mit Vorstössen zur Reduktion der Gemeinderatslöhne oder zur Verkleinerung des Einwohnerrats. Wird sie jetzt Verantwortung übernehmen? «Selbstverständlich würden wir das», sagt CVP-Fraktionschef Christian Blunschi. Dennoch favorisiert er eine andere Lösung und betont, dass dies seine persönliche Meinung sei: «Ich fände es gut, wenn ein bisheriger Gemeinderat der Finanzdirektion vorstehen würde.» Die Finanzen seien sehr anspruchsvoll, man müsse die Abläufe kennen.

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