Emmer Gemeindepräsident tritt zurück

Der Gemeindepräsident von Emmen, Thomas Willi, tritt Ende August zurück. Willi hatte sich für die Fusion mit der Stadt Luzern engagiert. Nachdem diese am Sonntag abgelehnt wurde, sieht Willi den Zeitpunkt gekommen, einer neuen Kraft Platz zu machen.

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Der Emmer Gemeindepräsident Thomas Willi tritt nach Fusions-Nein zurück. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der Emmer Gemeindepräsident Thomas Willi tritt nach Fusions-Nein zurück. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der 55-jährige Thomas Willi (CVP) war seit 2006 Gemeindepräsident von Emmen. Er war überzeugt, dass eine Grossfusion in der Agglomeration Luzern die Region gestärkt hätte. Schon im November lehnten Kriens, Ebikon und Adligenswil die Fusion mit Luzern ab. Am vergangenen Sonntag erteilte auch Emmen, die zweitgrösste Stadt der Zentralschweiz, dem Projekt eine Absage.

Mit dem Ergebnis der Abstimmung sei für Emmen eine neue Ausgangslage entstanden, teilte Willi am Dienstag mit. Emmen müsse als eigenständige Gemeinde die Zukunft meistern. Für diese Herausforderung brauche es einen Präsidenten, der dies unbelastet tun könne. Deshalb werde er bei den Erneuerungswahlen vom Mai nicht mehr antreten.

In seiner Mitteilung kritisiert Willi die teilweise bedenkliche Politkultur, die sich bei der Fusionsabstimmung gezeigt habe. Mit seinem Rücktritt wolle er auch ein Zeichen setzen, «dass es Grenzen gibt im Umgang mit gewählten Politikern, und dass wider besseres Wissen erhobene ehrverletzende Anschuldigungen nicht akzeptiert werden dürfen».

sda