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Emmer Gemeinderat: Schnellmann übernimmt die Finanzen, Aakti die Bildung

Die neu gewählten Gemeinderäte Patrick Schnellmann (CVP) und Brahim Aakti (SP) werden Finanz-, beziehungsweise Bildungsdirektor von Emmen. Damit kommt es zu keiner Rochade bei den bisherigen Exekutivmitgliedern.
Roman Hodel
Brahim Aakti (links) und Patrick Schnellmann nach der Bekanntgabe des Wahlresultats vor der Emmer Gemeindeverwaltung. (Bild: Eveline Beerkircher (Emmen, 23. September 2018))

Brahim Aakti (links) und Patrick Schnellmann nach der Bekanntgabe des Wahlresultats vor der Emmer Gemeindeverwaltung. (Bild: Eveline Beerkircher (Emmen, 23. September 2018))

Mit einem bescheidenen Stehlunch – man muss schliesslich sparen – beendete der Emmer Gemeinderat gestern Mittag seine erste Sitzung in neuer Zusammensetzung. Dabei hatte er die Direktionen neu verteilt; oder vielmehr die frei gewordenen. Wie von vielen erwartet, übernimmt der am Sonntag gewählte Patrick Schnellmann (CVP) die Finanzdirektion vom zurückgetretenen Urs Dickerhof (SVP). Brahim Aakti (SP) wird Bildungsdirektor und tritt in die Fussstapfen seiner zurückgetretenen Parteikollegin Susanne Truttmann.

Die bisherigen Gemeinderäte behalten somit ihre Direktionen: Präsident Rolf Born (FDP) bleibt Direktor Sicherheit und Sport, Thomas Lehmann (FDP) Sozialdirektor und Josef Schmidli (CVP) Baudirektor. Letzterer wurde überdies zum Vizepräsidenten gewählt.

Der Emmer Gemeinderat in seiner neuen Zusammensetzung (von links): Brahim Aakti, Josef Schmidli, Rolf Born, Thomas Lehmann und Patrick Schnellmann. (Bild: PD (Emmen, 26. September 2018))

Der Emmer Gemeinderat in seiner neuen Zusammensetzung (von links): Brahim Aakti, Josef Schmidli, Rolf Born, Thomas Lehmann und Patrick Schnellmann. (Bild: PD (Emmen, 26. September 2018))

Laut Rolf Born ist die Stimmung im Gemeinderat gut, «letztlich sind wir gewählt und müssen uns zusammenraufen.» Er habe jedoch ein gutes Gefühl. Und: «Die Verteilung lief ohne grosse Diskussionen ab – jeder hat jene Direktion erhalten oder behalten, die er wollte.»

Dies bestätigt etwa Patrick Schnellmann: «Ja, ich wollte die Finanzdirektion.» Auf die Frage, ob er ohnehin der einzige Interessent gewesen sei, antwortet er: «Es ging in diese Richtung.» Dass ihn die FDP per Medienmitteilung dazu aufgefordert hatte (Ausgabe von gestern), war aus seiner Sicht überflüssig: «Es war für mich von Anfang klar.» Als langjähriger Geschäftsführer eines KMU sei er auch für die Finanzen zuständig. «Ich habe eine Ahnung von der Materie», sagt Schnellmann, der sein Amt am 5. November aufnehmen und sich bis dann «seriös darauf vorbereiten» wird. Bei der Zimmermann Technik AG in Reussbühl wird der 49-jährige Familienvater ab dann nicht mehr operativ tätig sein, nur noch strategisch, «beispielsweise einige Schlüsselkunden betreuen».

Im Gegensatz zu Patrick Schnellmann verlässt der neue Bildungsdirektor Brahim Aakti (SP) seinen aktuellen Arbeitgeber Andritz Hydro in Kriens definitiv. Er wird aber erst am 3. Dezember starten: «Einerseits dauert mein Arbeitsvertrag offiziell noch bis Ende Jahr, vor allem aber werde ich Ende Oktober zum zweiten Mal Vater.»

Aakti kann mit der Bildung seine Wunschdirektion übernehmen. Er sagt: «Ich hätte auch an den Finanzen meine Freude gehabt, aber mit mir als Bildungs- und Kulturdirektor hat die Gemeinde einen Mehrwert.» Er sei mit 36 Jahren von allen Gemeinderäten altersmässig am nächsten bei der Schule, kenne die Bildungslandschaft sehr gut und habe selber eine didaktische Ausbildung abgeschlossen.

Wahl von Brahim Aakti fand national Beachtung

Aaktis Wahl fand sogar national Beachtung: Ein eingebürgerter Marokkaner wird ausgerechnet in Emmen Gemeinderat. In jener Gemeinde, die mit ihrer restriktiven Einbürgerungspraxis in den Nullerjahren landesweit für negative Schlagzeilen sorgte. Bedeutet seine Wahl ein Turnaround? «Bestimmt – und es ist ein schönes Zeichen.»

Auf die beiden neuen Gemeinderäte wartet ein dichtes Einführungsprogramm. Dabei stehen ihnen ihre Vorgänger explizit für Auskünfte zur Verfügung. «Ich werde mit Urs Dickerhof einen Termin vereinbaren», so Schnellmann. Und Aakti sagt: «Susanne Truttmann hätte mir so oder so Tipps gegeben – aber auch jedem anderen neuen Bildungsdirektor.»

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