EMMETTEN: Gericht weist Lärmklage deutlich ab

Erfolg für Emmettens einzigen Dorf­laden. Nach dem Kantonsgericht hat auch das Obergericht die Lärmklage eines Arztes vollständig abgewiesen.

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Der Volg-Laden in Emmetten muss nicht schliessen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Der Volg-Laden in Emmetten muss nicht schliessen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

In diesen Tagen hat das Nidwaldner Obergericht das Urteil zum jahrelangen Streit um den Emmetter Volg-Laden an die Prozessparteien verschickt.

Wie schon das Kantonsgericht als Vorinstanz hat auch das Obergericht die Klage vollumfänglich abgewiesen. Somit kann der Laden weiterbestehen, ohne sich den Beschwerden des Klägers beugen zu müssen. Hätte das Gericht anders entscheiden, hätte dies gemäss Volg das Aus für den einzigen Laden im Dorf bedeutet.

«Wir haben nichts anderes erwartet», sagt denn auch der Stanser Anwalt Armin Durrer, der Volg vor Gericht vertritt. Und Andreas Reusser, Regionalleiter von Volg, sagte schon vor Kantonsgericht: «Volg betreibt 800 Läden, davon sind 95 Prozent in Wohngebieten. Noch nie hatten wir solche Probleme wie jetzt in Emmetten.»

Weiterzug ans Bundesgericht
Ganz anders sieht es Hans Suppiger, der Anwalt des Klägers. Er und sein Klient, ein Arzt aus Zurzach, wollen das Urteil nicht akzeptieren. Suppiger spricht von Befangenheit des Gerichtes. Zum offenen Lagerplatz hinter dem Volg-Laden behauptet Suppiger noch immer, dieser sei illegal, und der Gemeinderat Emmetten würde sich damit strafbar machen, wenn er diesen weiterhin dulde.

Noch bevor die detaillierte Begründung des Urteils vorlag, gab gestern Suppiger bekannt, dass er den Fall ans Bundesgericht weiterziehen werde. «Unsere Chancen, in Lausanne Recht zu bekommen, stehen gut», sagte Suppiger.

Kurt Liembd

Mehr zum Thema lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.