EMMETTEN/SEELISBERG: Ein neues Modell soll die Schule retten

Um die Orientierungs­schule vor Ort erhalten zu können, hat sich der Kreisschulverband Emmetten – Seelisberg für ein neues Schulmodell entschieden.

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(Symbolbild Urs Hanhart/Neue UZ)

(Symbolbild Urs Hanhart/Neue UZ)

Seit 1981 pflegen die Gemeinden Emmetten und Seelisberg eine kantonsübergreifende Zusammenarbeit. Seit 1995 findet der Unterricht in der Orientierungsschule im neu erbauten Schulhaus in Emmetten statt.

Wie es in einer Mitteilung der Staatskanzlei Nidwalden heisst, sinken die Belegungen gemäss Prognosen in den kommenden fünf Jahren auf 48 bis 35 Orientierungsschüler pro Jahr. Deshalb hat sich der Kreisschulrat für die Zusammenlegung der Klassen entschieden.

Drei Jahrgangsstufen in zwei Lerngruppen
Lernen in altersgemischten Gruppen ist in den Primarschulen weit verbreitet. Dafür müssen die Durchmischung der Leistungsniveaus in den Hauptfächern zu berücksichtigt werden.

Im Rahmen des Projektes «Esprit» werden laut Mitteilung die Schüler aus drei Jahrgangsstufen in zwei Lerngruppen eingeteilt. Die Zuteilung zu Niveau A und Niveau B für die Fächer Deutsch, Mathematik, Französisch und Englisch habe nach wie vor Gültigkeit. Die Zuweisung der Schüler erfolge gemäss dem Leistungsvermögen der Lernenden. Der Unterricht wird entsprechendindividuell gestaltet.

Selbstständiges Arbeiten, Unterricht blockweise
Die Unterrichtszeit wird in zwei Sequenzen unterteilt. Im Integrierten Unterricht werden die Fächer Mathematik, Deutsch, Geographie, Geschichte und Lebenskunde behandelt. Hier erarbeiten sich die Schüler den Stoff vorwiegend selbständig nach einem Arbeitsplan. Der integrierte Unterricht findet blockweise statt und es sind je zwei Lehrpersonen anwesend.

Im Kursorischen Unterricht werden zum einen Fremdsprachen unterrichtet, zumdem beispielsweise die Fächer Technisches Zeichnen, Bildnerisches Gestalten, Musik, oder Naturlehre, welche in eine 3-Jahres-Planung integriert sind und blockweise unterrichtet werden. Sportunterricht findet in definierten Sport-Abteilungen statt.

Nach sechs Jahren wird über die Einführung entschieden
Das Schulmodell «Esprit» habe für die Weiterentwicklung der Sekundarstufe I im Kanton Nidwalden wegweisende Bedeutung, heisst es in der Mitteilung weiter. Mehrere Nidwaldner Gemeinden verfügen über relativ kleine Orientierungsschulen mit abnehmenden Schülerzahlen.

Das Projekt wird laut Mitteilung während der Entwicklungsdauer von der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz begleitet. Nach sechs Jahren erfolgt eine Auswertung. Aufgrund der Erkenntnisse wird anschliessend über die definitive Einführung entschieden.

ana