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Emmi erzielt Umsatz- und Gewinnwachstum

Der Umsatz des grössten Schweizer Milchverarbeiters nahm gegenüber 2009 von 2,619 Milliarden Franken auf 2,684 Milliarden Franken zu und übertraf den bisherigen Rekordumsatz von 2008. Auch der Gewinn, der von 75,3 Millionen Franken auf 86,1 Millionen Franken kletterte, erreichte einen neuen Höchststand.
Luftaufnahme der Emmi am Standort Emmen. (Bild: Archiv Pius Amrein/Neue LZ)

Luftaufnahme der Emmi am Standort Emmen. (Bild: Archiv Pius Amrein/Neue LZ)

Emmi-Verwaltungsratspräsident Konrad Graber bezeichnete am Freitag in Luzern das letzte Jahr als sehr erfolgreich. Dabei war der immer internationaler ausgerichtete Luzerner Milchverarbeiter auch den Wechselkursturbulenzen ausgesetzt. Ziel von Emmi ist es, den Umsatz im Inland zu halten und im Ausland zu wachsen. Zurzeit setzt Emmi 27 Prozent ausserhalb der Schweiz um. Dieser Anteil soll bis in einigen Jahren auf 50 Prozent steigen. Wegen den Marktliberalisierungen sei das Ausland für Emmi fast überlebenswichtig, sagte Emmi-Chef Urs Riedener.

Die Emmi-Spitze betonte, dass das Wachstum aber profitabel sein müsse. Der Milchverarbeiter konzentriert sich deshalb auf Schlüsselmärkte (Nachbarländer, Benelux-Staaten, Grossbritannien, USA) und sein Markenkonzept (etwa «Caffé Latte», «Kaltbach»).

Nischenstrategie im Ausland

Eine Chance im Ausland hat Emmi gemäss Riedener nur bei Nischenprodukten. Emmi werde nie europäischer Jogurt-Marktführer, sagte er. Das Unternehmen müsse mit ihren Produkten zudem eine führende Position einnehmen, um vom Handel wahrgenommen zu werden.

Wuchs der Emmi-Umsatz gegenüber 2009 nominal um 2,5 Prozent, so waren es organisch noch 1,3 Prozent. In der Schweiz nahm der Umsatz um 0,4 (organisch - 1,5) Prozent auf 1,952 Milliarden Franken zu, im Ausland um 8,4 (organisch 9,4) Prozent auf 0,732 Milliarden Franken. In der Schweiz wie im Ausland trugen neben Akquisitionen vor allem Marken wie «Caffé Latte» und «Kaltbach» zum Wachstum bei. Negativ wirkte sich in der Schweiz der tiefere Milchpreis aus, im Ausland waren es die Fremdwährungseffekte.

Den Bruttogewinn konnte Emmi um 4,8 Prozent auf 892,5 Millionen Franken steigern. Hier zahlte sich die Strategie aus, sich von wenig profitablen Produkten zu trennen. Zudem verlängerte Emmi die Wertschöpfungskette. So stellt der Zentralschweizer Milchverarbeiter Fruchtgrundstoffe für Frischprodukte vermehrt selbst her.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich um 24,5 Prozent auf 135,8 Millionen Franken. Die Ebit-Marge liegt erstmals über 5 Prozent. Der Reingewinn, der um 14,3 Prozent zulegte, liegt über den Erwartungen. Die Dividende soll von 3 auf 3,4 Franken pro Namenaktie erhöht werden.

Fast eine Milliarde Kilogramm Milch und Rahm verarbeitet

2010 verarbeitete Emmi 992 Millionen Kilogramm Milch und Rahm, knapp 50 Millionen Kilogramm mehr als 2009. 913 Millionen Kilogrammstammten aus der Schweiz. Die einheimischen Landwirte profitierten von einer starken Emmi, sagte Graber.

Kein Thema bei Emmi ist eine Verlagerung der Produktion ins billigere Ausland. Emmi baue stark auf der Marke Schweiz auf, hiess es. Für das laufende Jahr erwartet Emmi ein erneutes Wachstum von drei bis fünf Prozent. Die Konsumentenstimmung in der Schweiz und den wichtigsten Auslandmärkten USA und Deutschland sei stabil. Der Milchkonzern geht davon aus, dass die neu zugekaufte Marken (Fromalp, Onken) einen relevanten Beitrag dazu leisten werden.

sda

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