EMPFANG: «Huerenaffe» danken den Helfern

Die fasnächtliche Feuertaufe für die neuen Meister ist absolviert: Das Luzerner Fasnachtskomitee lud gestern in die Brauerei Eichhof.

Sandra Monika Ziegler
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Der Schalander-Empfang in der Brauerei Eichhof: vordere Reihe von links Wey-Zunftmeister Rolf Sainsbury, Fritschivater Thomas Bucher, LFK-Präsident Stephan Furrer, Maskenliebhaber-Präsident Bernhard Matter, Dominus der Fidelitas Lucernensis Jürg Weber und Gallivater Thomas Fischer. (Bild: Boris Bürgisser)

Der Schalander-Empfang in der Brauerei Eichhof: vordere Reihe von links Wey-Zunftmeister Rolf Sainsbury, Fritschivater Thomas Bucher, LFK-Präsident Stephan Furrer, Maskenliebhaber-Präsident Bernhard Matter, Dominus der Fidelitas Lucernensis Jürg Weber und Gallivater Thomas Fischer. (Bild: Boris Bürgisser)

30 Tage vor dem Urknall haben sich gestern im Schalander der Luzerner Brauerei Eichhof die Zunftmeister und Fasnachtsgewaltigen zum ersten umfassenden Stelldichein getroffen. Organisiert wird der Anlass jeweils vom Vizepräsidenten des Luzerner Fasnachtskomitees (LFK). Dieses Mal war Roland Barmet an der Reihe: «Kein einfacher Job, denn was genau kommt, ist trotz minutiöser Planung nicht exakt einschätzbar.» Doch eines vorweg: Die Fasnacht 2015 findet statt. Das LFK, eine 40-köpfige Männerriege, besser bekannt als Horde «Huerenaffe», ehrte mit dem Anlass all die Helfer und Helfershelfer, die Herrenabend, Masken-Bastelkurse, Senioren-Fasnacht, Fasnachtsmäärt und die Umzüge erst möglich machen.

Mit Elan und Grend

Der Schalander-Empfang war der erste Fasnachtsanlass des LFK mit allen neuen Meistern und Würdenträgern. Von ihnen erwarten die «Huerenaffe» entsprechend saftig-überraschende Antrittsreden. Als Erster richtete LFK-Präsident Stephan Furrer das Wort an die Runde: «Die Grössten für mich sind die ‹Huerenaffe›. Ein grosser Dank und Applaus an euch.» Brauerei-Gastgeber Toni Schneider verriet, dass die Brauerei erstmals mit einem Fasnachtsbier auftritt. Und Bernhard Matter von der Maskenliebhaber-Gesellschaft stellte ohne Scham fest: «Ich bin der Jüngste unter den alten Hasen, mein Motto lautet ‹Mit Elan und Grend›.» Das kam an bei den Fasnachtsgewaltigen. Bei Bier, Brezel, Salat und Gulaschsuppe wurden News zur fünften Jahreszeit serviert nicht ohne den nötigen Schalk. So wird am Schmutzigen Donnerstag von der Zunft zu Safran erstmals der Prix Fritschi für kakofonische Darbietungen verliehen. Die Jurierung findet nicht etwa vor laufenden TV-Kameras statt, sondern beim Rundgang um den Fritschibrunnen. Zu erfahren war zudem, dass sich für den lückenlosen Umzug 39 + 1 Nummer freiwillig angemeldet haben und der Jurywagen neu am Viktoriaplatz steht. Als letzter Ehrenredner trat Gallivater Thomas Fischer ans Pult, sagte vorerst gar nichts, holt Luft und fügte an: «Es ist alles gesagt. Die Fasnacht kann kommen.»

Sandra Monika Ziegler