ENDE: Die Gratiszeitung «.ch» soll eingestellt werden

Die unter anderem in Luzern erhältliche Gratiszeitung «.ch» steht vor dem Aus. Betroffen von der Einstellung sind 69 Mitarbeiter in der Redaktion und im Verlag.

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Logo von «.ch». (Bild pd)

Logo von «.ch». (Bild pd)

Abgebaut werden insgesamt 61 Stellen. Die sich rasch verschlechternde wirtschaftliche Situation und der damit verbundene starke Anzeigenrückgang treffe auch die Gratiszeitung «.ch», hiess es zur Begründung. Das Ausmass der rezessiven Entwicklung sei vor einem halben Jahr, als die Gratiszeitung neu lanciert worden war, nicht absehbar gewesen.

Angesichts der Schwere der Wirtschaftskrise und der Ungewissheit über deren Dauer sei es für den Verwaltungsrat nicht mehr realistisch, dass «.ch» wie geplant bis Ende 2011 die Gewinnzone erreichen werde. Der Entscheid steht unter dem Vorbehalt der Mitwirkungsrechte der betroffenen Mitarbeiter. «.ch» ist Mitte September 2007 erstmals erschienen und wartete jeweils auch mit zwei Luzern-Seiten auf.

Mit «.ch» wird in diesem Jahr bereits die zweite Gratiszeitung eingestellt. Im vergangenen März hatte Ringier die Einstellung der Printausgabe von «Cash» beschlossen. Die Wirtschaftszeitung existiert seither nur noch auf dem Internet. Damit verbleiben in der Deutschschweiz nun noch drei Gratiszeitungen. Der Marktführer «20minuten» sowie «News» erscheinen im Hause Tamedia, Ringier gibt den «Blick am Abend» heraus.

ap