ENERGIE: Abwasserwärme: Stadtrat muss Projekt überarbeiten

In der Stadt Luzern sollen die Schulhäuser Mariahilf und Musegg mit Wärme aus dem Abwasser geheizt werden. Die Baukommission des Parlamentes ist mit dem Plan der Stadtregierung zwar einverstanden, kann aber das vorgelegte Projekt nicht akzeptieren.

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Das Schulhaus Musegg in Luzern ist eines der Schulhäuser, das mit Abwasser geheizt werden soll. (Bild: Pius Amrein (Neue LZ/Archiv))

Das Schulhaus Musegg in Luzern ist eines der Schulhäuser, das mit Abwasser geheizt werden soll. (Bild: Pius Amrein (Neue LZ/Archiv))

Wie die Baukommission des Grossen Stadtrates am Dienstag mitteilte, weist sie den Bericht und Antrag des Stadtrates zur grundlegenden Überarbeitung zurück, obwohl sie das Projekt für die Abwasser-Wärmepumpen im Grundsatz unterstützt.

Die Rahmenbedingungen würden zu viele Fragezeichen aufwerfen, heisst es in der Mitteilung. Sie könnten deshalb in der vorliegenden Form nicht akzeptiert werden.

Kritisiert wird von der Kommission, dass nur die beiden Schulhäuser an die Abwasserwärmeversorgung angeschlossen werden sollen. Der Stadtrat solle deshalb prüfen, ob weitere Liegenschaften in der Nähe als Energieabnehmer in Frage kämen.

Nach Ansicht der Baukommission wird in der Vorlage der nachhaltigen Energieversorgung zu wenig Beachtung geschenkt. Ihrer Meinung nach wird entgegen den Angaben der Stadtregierung der Minergie-Standard mit der Abwasserwärmenutzung nicht erreicht.

Unzufrieden ist Parlamentskommission ferner mit dem Vertrag, den die Stadt mit energie wasser luzern (ewl) für die Wärmelieferung abschliessen will, und der einen Fixpreis vorsieht. Ein Fragezeichen setzt sie ferner hinter die Finanzierung via Energiefonds.

Es war vorgesehen, dass die Abwasserwärmelieferungen ab Herbst 2016 zur Verfügung stehen. Die Wärmekosten würden gemäss der Vorlage der Stadtregierung bei jährlich 334‘000 Franken pro Jahr liegen. Für die Planung, Anpassungsarbeiten und Demontagen der heutigen Anlagen sind zudem einmalige Ausgaben von 175'000 Franken nötig.

sda