ENERGIE: Baustart zu neuem Fernwärmenetz im Rontal

In Root haben offiziell die Bauarbeiten für das neue Fernwärmenetz begonnen. Die Anlage soll Teile von Root, Buchrain, Dierikon und Ebikon mit Abwärme versorgen.

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Jörg Hoffmann, Gesamtprojektleiter Fernwärme, ewl; Stephan Marty, VR-Präsident Fernwärme Emmen AG; Herbert Stadelmann, Leiter Gebäudemanagement Schindler Aufzüge AG und Heinz Schumacher, Gemeindepräsident Root. (Bild: pd)

Jörg Hoffmann, Gesamtprojektleiter Fernwärme, ewl; Stephan Marty, VR-Präsident Fernwärme Emmen AG; Herbert Stadelmann, Leiter Gebäudemanagement Schindler Aufzüge AG und Heinz Schumacher, Gemeindepräsident Root. (Bild: pd)

Jörg Hoffmann, Gesamtprojektleiter Fernwärme, ewl; Stephan Marty, VR-Präsident Fernwärme Emmen AG; Herbert Stadelmann, Leiter Gebäudemanagement Schindler Aufzüge AG und Heinz Schumacher, Gemeindepräsident Root. (Bild: pd)

Jörg Hoffmann, Gesamtprojektleiter Fernwärme, ewl; Stephan Marty, VR-Präsident Fernwärme Emmen AG; Herbert Stadelmann, Leiter Gebäudemanagement Schindler Aufzüge AG und Heinz Schumacher, Gemeindepräsident Root. (Bild: pd)

Die neue Kehrichtanlage in Perlen, die 2015 schrittweise den Betrieb aufnehmen soll, dient künftig auch als Zentralheizung. Über ein Rohrleitungsnetz wird die durch die Verbrennung von Abfall entstandene Wärme zu Häusern und Industriebetrieben zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung zugeleitet.

Geplant sind ein Leitungsast in Richtung Root sowie einer ins Gebiet Buchrain/Ebikon, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Insgesamt werden über 40 Millionen Franken investiert.

Realisiert wird das Projekt durch die Fernwärme Emmen AG. Hauptaktionärin ist der städtische Energieversorger Energie Wasser Luzern (ewl). Weiter beteiligt sind Recycling Entsorgung Abwasser Luzern (REAL) und die Gemeinde Emmen. Auch Buchrain und Ebikon haben eine Beteiligung beschlossen.

In einer ersten Bauetappe wird das Fernwärmenetz in Richtung Root auf bis zu 2,5 Kilometer ausgebaut. Dieses soll im Herbst 2015 in Betrieb gehen.

In einer zweiten Etappe wird auch das Gebiet Ebikon/Buchrain erschlossen. Es soll ab Herbst 2016 die Wärme nutzen können. Prominenter Wärmeabnehmer ist der Aufzugs- und Rolltreppenhersteller Schindler in Ebikon. Das Unternehmen will damit seine Erdgasheizung ablösen.

Übergangsheizung für Luzern Nord

Neben dem Fernwärmenetz im Rontal plant ewl zudem mit Partnerunternehmen für das bestehende Fernwärmenetz nördlich von Luzern eine neue Zentrale. Die Anlage auf dem Gelände der Swiss Steel AG auf dem Littauerboden soll die Abwärme des Stahlherstellers nutzen und ins bestehende Netz einspeisen.

Das Fernwärmenetz Luzern Nord, das unter anderem die Gemeinde Emmen, das Kantonsspital Luzern und das Einkaufszentrum Emmen Center mit Wärme versorgt, bezieht die Energie derzeit noch von der Kehrichtverbrennungsanlage in Ibach LU. Diese wird 2015 stillgelegt. Um die Wärmeversorgung aufrecht zu erhalten, nimmt ewl für die kommenden drei Jahre zwei Heisswasserkessel in Betrieb.

Ewl plant in den nächsten zehn Jahren 100 Millonen Franken in Fernwärmeprojekte zu investieren. Dafür und für weitere Energieprojekte gewährt die Stadt Luzern der ewl ein Darlehen von 70 Millionen Franken.

Mit der geplanten Fernwärmeanlage könnten der jährliche CO2-Austoss um rund 26'000 Tonen reduziert und rund zehn Millionen Liter Heizöl ersetzt werden, schreibt ewl. (sda)

Der Spatenstich für das Fernwärmenetz Rontal. (Bild: pd)

Der Spatenstich für das Fernwärmenetz Rontal. (Bild: pd)