ENERGIE: CKW soll Littau nicht mehr mit Strom beliefern

Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Stadtparlamentes ist dagegen, dass Luzern mit der CKW AG einen neuen Konzessionsvertrag abschliesst. Sie möchte, dass künftig das ganze Stadtgebiet den Strom von der stadteigenen ewl AG bezieht.

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Wichtigster Stromlieferant in der Stadt ist die ewl energie wasser luzern AG (ewl). Die CKW versorgt nur das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Littau mit Strom. (Bild: Manuela Jans)

Wichtigster Stromlieferant in der Stadt ist die ewl energie wasser luzern AG (ewl). Die CKW versorgt nur das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Littau mit Strom. (Bild: Manuela Jans)

Die GPK hat den Bericht und Antrag der Stadtregierung, mit der Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW) einen neuen Konzessionsvertrag abzuschliessen, zur Überarbeitung zurückgewiesen, wie sie am Montag mitteilte. Der Vertrag ist nötig, damit die CKW den öffentlichen Grund der Stadt für Stromleitungen nutzen darf.

Wichtigster Stromlieferant in der Stadt ist die ewl energie wasser luzern AG (ewl). Die CKW versorgt nur das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Littau mit Strom. Es wäre zu begrüssen, wenn auch für das Gemeindegebiet Littau ein Konzessionsvertrag mit der ewl statt der CKW abgeschlossen würde, schreibt die GPK.

Die GPK begründet ihre Forderung damit, dass die ewl im Besitz der Stadt sei. Ein allfälliger Gewinn fliesse somit an die Energiebezüger und die Steuerzahler zurück. Zudem ist die Parlamentskommission der Ansicht, dass die CKW zu stark auf Atomstrom setzt.

Der neue Vertrag mit der CKW hätte am 1. Juli 2014 in Kraft treten sollen. Er war vom Verband Luzerner Gemeinden ausgehandelt worden und kann von den einzelnen Gemeinden nicht geändert werden. Die GPK ist der Ansicht, dass die Vereinbarung zu zugunsten der CKW ausgefallen und die Laufzeit mit 25 Jahren zu lang sei.

Es scheine nicht länger sinnvoll, dass zwei Anbieter auf dem Gebiet der Stadt Luzern tätig seien, schreibt die GPK in ihrer Mitteilung. Ein Gebietswechsel dränge sich bei der vorliegenden Ausgangslage auf.

Folgt die Stadtregierung den Argumenten der GPK, muss sie mit der CKW und dem Kanton Verhandlungen aufnehmen. Bis zum Abschluss eines neuen Vertrages, verlängert sich der alte, den Littau 1994 mit der CKW abgeschlossen hatte, um zwei Jahre. (sda)