ENERGIE: GLP strebt 2000-Watt-Gesellschaft an

Im Kanton Luzern soll der Energieverbrauch sinken und mehr eigener Strom aus Sonnenenergie produziert werden. Die Luzerner Grünliberalen haben dazu die Volksinitiative "Energiezukunft Luzern" lanciert. Es ist die erste Initiative der 2008 gegründeten Kantonalpartei.

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In Zukunft soll mehr auf Solarstrom gesetzt werden. (Bild: Archiv)

In Zukunft soll mehr auf Solarstrom gesetzt werden. (Bild: Archiv)

Der Kanton Luzern sei für die Bewältigung der anstehenden Herausforderungen bei der nachhaltigen Energieversorgung nicht gerüstet, schreiben die Grünliberalen in einer Mitteilung vom Samstag. Das Kantonsparlament hatte 2013 beim Energiesparen und bei der Energieeffizienz keinen gemeinsamen Nenner gefunden. SP, Grüne und SVP bodigten ein von der Regierung vorgeschlagenes Energiegesetz.

Die Grünliberalen wollen nun "die wesentlichsten, unbestrittenen Aspekte" des Gesetzesentwurfs mit der Initiative vors Volks bringen. Das Begehren sieht fünf Forderungen vor, anhand derer der Energieverbrauch im Kanton gesenkt, die Stromproduktion vermehrt auf Solarenergie ausgerichtet und die Energieeffizient verbessert werden sollen.

Ziel der Grünliberalen ist die 2000-Watt-Gesellschaft. Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Luzerner Energieverbrauch soll bis 2030 verdoppelt werden. Heute liegt er bei rund 15 Prozent. Ebenfalls bis 2030 soll 15 Prozent des Stromverbrauchs allein durch Fotovoltaikanlagen auf Kantonsgebiet gedeckt werden.

Weiter wollen die Grünliberalen künftig den Bau von Elektroheizungen und -boilern verbieten. Bestehende Anlagen sollen bis 2035 ersetzt werden müssen. Bei neuen Häusern soll der Wärmebedarf zu mindestens 40 Prozent mit erneuerbaren Energien gedeckt werden.

Für das Zustandekommen der Gesetzesinitiative sind innerhalb eines Jahres 4000 Unterschriften nötig. Die Sammelfrist läuft bis am 17. Oktober 2015. (sda)