ENERGIE: Heizpilze: Werden sie schon bald verboten?

Vor vielen Restaurants glühen Terrassenstrahler – unnötige Energiefresser, finden die Grünen. Und wollen sie verbieten.

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Alain Greter, Kantonsrat der Grünen, will Heizpilze verbieten. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Alain Greter, Kantonsrat der Grünen, will Heizpilze verbieten. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Sie sind auf vielen Restaurantterrassen anzutreffen, so auch in der neu eröffneten City Beach in Luzern: Die Heizpilze oder Terrassenstrahler. Die meisten werden über Gas gespiesen, einige über die Steckdose. Gemeinsam ist ihnen eins: Sie verbrauchen viel Energie.

«Die Strahler sind energetisch ein völliger Unsinn», sagt der Grüne Kantonsrat Alain Greter, und rechnet vor: «Brennen vor einem Restaurant zwei Wärmestrahler täglich vier Stunden, verpuffen sie pro Winter gleichviel Energie wie eine Einfamilienhausheizung.» Das schreibt Greter in einem Vorstoss, und fordert gleichzeitig ein Verbot der Heizpilze, wie es etwa der Kanton Baselland schon kennt.

Heizpilze werden angeboten, weil man sie auch anderso anbietet
Denn in Zukunft seien noch mehr solche Heizpilze zu erwarten, wenn immer mehr Kantone Rauchverbote in Gaststätten erlassen und die Raucher nur noch im Freien rauchen dürfen. An Markt- und Messeständen sollen Wärmestrahler bei Minustemperaturen weiterhin erlaubt sein.

In der City Beach Luzern gibt es acht Heizstrahler, wie Michael Achermann von der Agentur First Soirée, die den Strand betreibt, sagt. «Wir haben sie aber erst einmal gebraucht, und es waren auch nur drei davon in Betrieb.» Gegen ein Verbot der Heizpilze hätte er nichts. «Wir bieten die Heizpilze an, weil sie auch andernorts angeboten werden, und weil die Gäste das zum Teil wünschen.»

SP und Grüne für ein Verbot, FDP dagegen
Greters Vorstoss wird von der SP und den Grünen unterschrieben. Bei den Bürgerlichen stösst er indes auf wenig Begeisterung. Geärgert darüber hat sich etwa CVP-Parteisekretär Adrian Bühler. Unter dem Titel «Heute Heizpilz-, morgen Grillverbot» kritisiert er im parteiinternen Blog die Forderung nach einem Verbot. Auch Gas- oder Elektrogrills seien Stromfresser – bald wolle man wohl auch diese verbieten. Und das gehe dann doch zu weit.

Auch Fraktionschef Albert Vitali von der FDP meint: «man sollte zuerst an die Selbstverantwortung appellieren, bevor man Verbote aufstellt.»

Luzia Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.