ENERGIE: Kapitalerhöhung bei der Fernwärme

Die Luzerner Gemeinden Buchrain, Ebikon und Root sind neue Aktionäre jener Energiefirma, die im Rontal ein neues Fernwärmenetz baut. An einer ausserordentlichen Generalversammlung ist am Freitag das Aktienkapital um 17 Millionen auf 20 Millionen Franken erhöht worden.

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Der Spatenstich für das Fernwärmenetz Rontal. (Bild: pd)

Der Spatenstich für das Fernwärmenetz Rontal. (Bild: pd)

An der Generalversammlung stimmten die bisherigen Aktionäre der Aufnahme neuer Partner ins Aktionariat zu. Gleichzeitig beschlossen sie eine Namensänderung der Firma von «Fernwärme Emmen AG» zu «Fernwärme Luzern AG», wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst.

Hauptaktionär des Unternehmens ist mit 55 Prozent Aktienanteil weiterhin der Stadtluzerner Energieversorger energie wasser luzern (ewl), 29 Prozent hält Recycling Entsorgung Abwasser Luzern (REAL), die Gemeinde Emmen 10 Prozent. Die drei neu hinzugestossenen Standortgemeinden halten je 2 Prozent.

Im Oktober begannen im Rontal die Bauarbeiten für ein neues Fernwärmenetz. Dieses soll ab Herbst 2015 Root und ab Herbst 2016 Buchrain und Ebikon mit Wärme aus der neuen Kehrichtverbrennungsanlage in Perlen versorgen. Die Abfallanlage soll 2015 schrittweise den Betrieb aufnehmen.

Die Abfallverbrennungsanlage in Ibach, die derzeit die Region Emmen mit Wärme versorgt, stellt Anfang 2015 ihren Betrieb ein. Als Übergangslösung wird auf dem Gelände der Anlage eine Heizzentrale mit Erdgas in Betrieb genommen. Für die spätere Wärmeproduktion wird noch nach einer Lösung gesucht, wie es in der Mitteilung heisst. (sda)