ENERGIE: Luzerner Regierungsrat hält an Geothermie fest

Trotz des Erdbebens in St. Gallen setzt Robert Küng weiter auf die Geothermie. Der Luzerner Regierungsrat lehnt ein Moratorium ab.

Kari Kälin
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Bohrer des St. Galler Geothermie-Projektes (Archiv) (Bild: Keystone)

Bohrer des St. Galler Geothermie-Projektes (Archiv) (Bild: Keystone)

Das Geothermie-Projekt in St. Gallen hat am Samstag ein Erdbeben ausgelöst - und damit die Skepsis gegenüber der Geothermie befeuert. Auch im Kanton Luzern gibt es Bestrebungen, dank Erdwärme Strom zu gewinnen. Ein heisser Kandidat für ein Geothermie-Pilotprojekt ist der Standort Sursee. Die Zürcher Firma Geo-Energie Suisse AG hat bereits Interesse signalisiert, in Sursee Bohrungen durchzuführen.

Gegen diese Pläne wehrt sich Werner Hess, ehemaliger Architekt aus Sursee. Er bangt um das Grundwasser und verlangte deshalb in einem Brief an die Luzerner Regierung ein zehnjähriges Geothermie-Moratorium in Sursee. Davon will der Luzerner Regierungsrat aber nichts wissen, wie Recherchen unserer Zeitung zeigen. «Daran ändert auch der Vorfall in St. Gallen nichts», sagt Baudirektor Robert Küng. Erst vor kurzem hat der Kantonsrat ein Gesetz angenommen, mit dem der Kanton auch die Möglichkeit hat, sich finanziell an Geothermie-Projekten zu beteiligen.

Riklin erwartet Abklärungen

Kathy Riklin, Präsidentin der Schweizerischen Vereinigung für Geothermie, wertet das Erdbeben derweil als Rückschlag für die Geothermie. «Ich erwarte nun genaue Abklärungen, warum es zum Erdbeben gekommen ist», sagte die Zürcher CVP-Nationalrätin.

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