ENERGIE: Solarstrom findet kaum Abnehmer

Überall im Kanton Luzern werden Solaranlagen montiert. Was fehlt, sind die Abnehmer für den Strom.

Lm
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Auf einem Bauernhof in Ruswil werden Solarzellen installiert. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Auf einem Bauernhof in Ruswil werden Solarzellen installiert. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

«Der Bau von Solaranlagen boomt – wir hätten noch viel mehr Anlagen bauen können, aber das hätte unsere Kapazitäten überstiegen.» Das sagt Adrian Kottmann, Geschäftsleiter der Ebikoner Firma BE Netz. «Schweizweit hat sich der Markt für Solaranlagen von 2011 bis 2012 verdoppelt.»

300 mal zu viel Sonnenenergie

Das Angebot ist allerdings viel grösser als die Nachfrage: «Wir kaufen lokalen Solarstromproduzenten etwa 300 mal mehr Solarstrom ab, als wir verkaufen können», sagt Peter Suter, Leiter neue Energien der CKW am Montag an der ersten Luzerner Energiekonferenz in Beromünster.

Die CKW zahlen den lokalen Solarstrom-Produzenten einen Preis von rund 15 Rappen pro Kilowattstunde. «Dieser Preis ist aber nicht kostendeckend», sagt auch Peter Suter. Da die CKW den Strom aber nicht als Solarstromprodukt absetzen können, können sie den Produzenten keinen höheren Preis zahlen. Die Produzenten haben zwar die Möglichkeit, sich beim Bund für eine kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) zu melden – da erhalten sie zwischen 24 und 35 Rappen pro Kilowattstunde – doch rund die Hälfte der Luzerner Solarstromproduzenten sind derzeit mangelds Fördergeldern im KEV-Topf noch nicht im Programm. Für sie ist die Solarstromproduktion meist ein Verlustgeschäft, falls sie den Mehrwert nicht selbst mit Energiezertifikaten verkaufen können.

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