ENERGIE: Stadt Luzern soll eine Dividende von 12 Millionen Franken erhalten

Mehr Umsatz, weniger Gewinn: Energie Wasser Luzern (EWL) blickt auf ein «anspruchsvolles» 2016 zurück. Die Stadt erhält eine geringere Dividende als im Vorjahr.

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Hauptsitz von ewl in Luzern. (Archivbild Pius Amrein)

Hauptsitz von ewl in Luzern. (Archivbild Pius Amrein)

EWL hat 2016 dank Wachstum bei der Wärmeversorgung und der Telekom den Umsatz um 0,8 Prozent auf 269 Millionen Franken gesteigert. Der Gewinn sank in anspruchsvollem Umfeld und nach Rückstellungen für Strombeschaffungsverträge gegenüber dem Rekordvorjahr um 5,4 auf 32,4 Millionen Franken.

Die Stadt Luzern soll eine Dividende in der Höhe von 12,7 Millionen Franken erhalten, wie der Stadtluzerner Energieversorger am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahr lag die Auszahlung bei 15 Millionen Franken.

Profitieren konnte das Energieunternehmen durch den Ausbau des Fernwärmenetzes im Rontal. Auch die Übernahme der Energiezentrale Inseliquai half, den gesamten Wärme- und Kälteabsatz um 1,4 Prozent auf 112,4 Gigawattstunden zu steigern. Im Bereich Telekom wurde das Glasfasernetz von rund 3'700 auf 4'900 belichtete Glasfasern stark ausgebaut. Ins Gewicht fiel etwa die Erschliessung des Hirschmattquartiers Ost.

Der Stromabsatz erhöhte ewl im vergangenen Jahr um 6,8 Prozent auf 683,3 Gigawattstunden. Vor allem ausserhalb des eigenen Versorgungsgebiets konnte das Unternehmen laut eigenen Angaben Wachstum generieren. Der Gesamtverbrauch im Netz sank um 0,4 Prozent auf 478,5 Gigawattstunden. Schlechter lief es beim Erdgas. Dort brach der Absatz um 9,3 Prozent auf 1'998 Gigawattstunden zurück.

Ewl investierte im letzten Jahr rund 80 Millionen Franken. Die Hälfte davon floss in die Versorgungssicherheit und den Neubau des Quellwasserkraftwerks am Sonnenberg. Die andere Hälfte wurde in erneuerbare Energien investiert. Luzern will bis 2045 zu einer atomstromfreien Stadt werden.

Weiter tätigte das städtische Unternehmen mehrere Zukäufe. So erwarb es die Aktienmehrheiten an Seenergy Luzern, der Wärmeverbund AG und dem IT- und Internetdienstleister Arcade Solutions. Die Zahl der Mitarbeiter in der Gruppe stieg so von rund 270 auf 305.

Hinweis: Der vollständige Geschäftsbericht »

(sda)