ENERGIEVERBRAUCH: Strengere Vorschriften fürs Bauen

Im Kanton Luzern dürfen ab 2009 Neubauten nicht mehr so viel Energie für das Heizen und das Warmwasser verbrauchen wie bisher. Der Regierungsrat hat die Energie-, die Planungs- und Bauverordnung revidiert und auf Anfang Jahr in Kraft gesetzt.

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Für neue Minergie-Gebäude gibt es künftig einen Bonus vom Kanton Luzern. (Archivbild Daniel Tischler/Neue LZ)

Für neue Minergie-Gebäude gibt es künftig einen Bonus vom Kanton Luzern. (Archivbild Daniel Tischler/Neue LZ)

Die neuen Vorschriften entsprechen den Mustervorgaben der Kantone. Die Normen bedeuten somit nicht nur eine Verschärfung, sondern auch eine Harmonisierung mit anderen Kantonen, wie die Dienststelle Umwelt und Energie am Mittwoch mitteilte.

In Neubauten dürfen keine Elektroboiler mehr eingebaut werden. Heizkessel müssen die Kondensationswärme ausnützen können. Die Vorlauftemperatur von Bodenheizungen wird auf 35 Grad begrenzt.

Die Grenzwerte für die Gebäudehülle sind bei Neubauten 30 Prozent tiefer als bisher. Mindestens 20 Prozent des Energiebedarfs muss mit erneuerbaren Energien gedeckt werden.

All diese Vorschriften führen dazu, dass der Energiebedarf für einen Neubau pro Quadratmeter beheizte Fläche nicht mehr als umgerechnet 4,8 Liter Heizöl betragen darf. Verschärft werden auch die Vorgaben für Sanierungen und Umbauten. Für Minergie-Gebäude gibt es einen Bonus.

sda