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Engagierte Schulen

Chefredaktor Jérôme Martinu über die Ausgaben für Klassenlager, Schulreisen und -ausflüge.
Jérôme Martinu, Chefredaktor
Jérôme Martinu

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Herrlich war es jeweils, das Lagerleben! Mit der Schule, im Sport oder mit einer Jugendorganisation: Lager und Exkursionen sorgen für wertvolle Prägungen in den jungen Jahren. Zu obligatorischen Klassenlagern hat das Bundesgericht jüngst einen Grundsatzentscheid gefällt: Mehr als 16 Franken pro Tag darf von den Eltern nicht verlangt werden. Bisher waren 30 Franken empfohlen. Familien mit mehreren schulpflichtigen Kindern mussten in der Tat tief in die Tasche greifen.

Der Kanton Luzern hat richtig reagiert und die Obergrenze auf besagte 16 Franken gesenkt. Ausflüge und Lager hätten teils beträchtliche Ausmasse angenommen. «Für einen Schüler ist es natürlich nicht so toll, wenn er wegen der finan­ziellen Belastung als Einziger nicht ins Klassen­lager kann», räumt der Leiter der Dienststelle Volksschulbildung ein. Der Lehrerverband indes befürchtet, dass die Lehrer die Zeit, um mit den Klassen mehr Geld zu sammeln, nicht aufwenden wollten. Die Gemeinden sollten darum ihre Beiträge für Schulveranstaltungen erhöhen. Und bereits ist die Causa ein Politikum: Wie gross ist die Gefahr, dass es weniger Klassenlager gibt? Die CVP verlangt per Vorstoss Antworten.

Der Kanton Luzern hat Recht: Alle – Schule, Eltern, Gemeinde – haben ihren Anteil zu leisten, damit die wichtigen «Aussenerfahrungen» bestehen bleiben. Ein eindrückliches Beispiel schulischen Engagements habe ich eben miterleben dürfen: Da zieht ein Lehrer mit seiner ganzen Bande Luzerner Sechstklässler und über einem Dutzend Eltern anderthalb Tage lang aus, um seiner Klasse Schweizer Brauchtum zu vermitteln. Die Erlebnisse am Chienbäse in Liestal, am Basler Morgestraich und Cortège werden allen noch lange in Erinnerung bleiben.

Jérôme Martinu, Chefredaktor

jerome.martinu@luzernerzeitung.ch

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