Enger Handlungsspielraum für Gemeinden

Die Luzerner Gemeinden haben im letzten Jahr zum ersten Mal seit 2001 ihre Investitionen nicht selbst finanzieren können. Auch die Verschuldung nahm leicht zu. Der Handlungsspielraum wird damit etwas enger.

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Die Luzerner Gemeinden befinden sich aber nach Einschätzung von Lustat in einer guten Ausgangslage, auch wenn der Handlungsspielraum enger geworden ist. 2010 hätten sich die positiven und negativen Entwicklungen die Waage gehalten, teilte das Statistikamt am Montag mit.

Gesamthaft schlossen die 87 Gemeinden das Rechnungsjahr 2010 mit einem Ertragsüberschuss von 33,5 Millionen Franken ab. Die Aufwendungen beliefen sich auf 2,178 Milliarden Franken. 2009 resultierte bei einem fast gleich grossen Gesamtaufwand von 2,173 Milliarden Franken ein Ertragsüberschuss von 63,6 Millionen Franken.

Fehlbetrag bei Investitionen

Die Nettoinvestitionen waren mit 181,5 Millionen Franken höher als im langjährigen Schnitt, aber tiefer als 2009, als netto 205,8 Millionen investiert wurden. Allerdings konnten die Investitionen zum ersten Mal seit 2001 nicht vollständig selbst finanziert werden. Der Finanzierungsfehlbetrag belief sich auf 32,8 Millionen Franken.

Die Nettoschuld pro Einwohner stieg von 2009 zu 2010 leicht, und zwar von 2213 Franken auf 2269 Franken. Der tiefste Wert der letzten Jahre war 2153 Franken im 2008. 2001 hatte die Verschuldung pro Einwohner noch bei 3998 Franken gelegen.

sda/bep