ENTDECKUNG: Neue Stechmückenart in Luzern nachgewiesen

Eine neue Stechmücke erobert das Schweizer Mittelland. Die Asiatische Buschmücke wurde von der Universität Zürich auch im Kanton Luzern entdeckt.

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Die Asiatische Buschmücke. (Bild Universität Zürich/pd)

Die Asiatische Buschmücke. (Bild Universität Zürich/pd)

In den über 3500 untersuchten Brutplätzen wurden Larven von neun einheimischen Stechmückenarten gefunden. Die Buschmücke konnte gemäss Professor Alexander Mathis vom Institut für Parasitologie der Universität Zürich zudem in 122 Brutgefässen in einem Gebiet von etwa 1400 Quadratkilometern nachweisen. Diese verteilten sich auf 38 Gemeinden der Kantone Aargau, Zürich, Solothurn, Luzern und Basel-Landschaft, aber auch in Deutschland. «Damit ist uns der erste Nachweis der Vermehrung und Ausbreitung einer invasiven Mückenart in Zentraleuropa gelungen», erklärt Mathis.

Überträger gefährlicher Viren
Die Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus), ursprünglich in Japan, Korea und China vorkommend, war 1998 nach Nordamerika eingeschleppt worden, wo sie mittlerweile in 22 Staaten der USA und in Teilen Kanadas entdeckt wurde. Aedes japonicus ist Überträger verschiedener Viren, etwa des West-Nil-Virus, die Gehirnentzündung verursachen können. Deshalb sollten die Überwachung dieser Mücke und Kontrollmassnahmen geprüft werden, sagt Mathis.

ap