Entlassung des Luzerner Theologieprofessors Martin Mark wird nun ein Fall für die Politik

Kantonsrat Urban Frye hat eine dringliche Anfrage über die Freistellung des Theologieprofessors Martin Mark durch die Universität Luzern eingereicht. Der Regierungsrat muss nun Fragen über die Hintergründe der Entlassung beantworten.

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Blick ins Unigebäude in der Stadt Luzern. (Bild: Roger Grütter)

Blick ins Unigebäude in der Stadt Luzern. (Bild: Roger Grütter)

Die Freistellung des Theologieprofessors und früheren Dekans der Uni Luzern, Martin Mark, hat nun ein politisches Nachspiel. Der Stadtluzerner Kantonsrat Urban Frye hat eine dringliche Anfrage eingereicht.

Der Politiker der Grünen will unter anderem vom Regierungsrat wissen, ob dem freigestellten Professor das rechtliche Gehör ausreichend gewährt worden ist. Auch stellt Frye die Frage, ob es zwischen dem Dekan als Personalverantwortlicher der Universität und Martin Mark ein vorgängiges Gespräch über mögliche Verfehlungen gegeben hat.

Urban Frye will vom Regierungsrat ausserdem Antworten auf die Hintergründe der Entlassung. So steht ein kritischer Bericht des Professors zuhanden der Universitätsleitung im Raum, den er als damaliger Dekan gefertigt haben soll. «Ist es richtig, dass diese Beobachtungen aus der Sicht des Professors eine aus der Balance geratene Verteilung der Ressourcen in der Verwaltung [...] betreffen?», fragt Frye.

Die Entlassung des Professors hat in Studentenkreisen zu einer Petition geführt. Diese wurde kürzlich mit 535 Unterschriften eingereicht. (red)

Theologieprofessor will seine Entlassung anfechten

Martin Mark will gegen seine Entlassung durch den Universitätsrat kämpfen. Er plant dafür rechtliche Schritte und schiesst scharf gegen die Uni Luzern. Seine Studenten geben ihm Rückhalt – überraschend deutlich.
Simon Mathis