ENTLASTUNGSPAKET: Regierung will Familien stärker zur Kasse bitten

Die Luzerner Regierung will bei Familien und kleinen Unternehmen wieder mehr Steuern abholen. Verbände und Familienpolitiker winken ab.

Guy Studer
Drucken
Teilen
Bleibt Luzerner Familien wieder weniger zum leben? Der Eigenbetreuungsabzug – erst 2011 eingeführt – soll wieder wegfallen. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Bleibt Luzerner Familien wieder weniger zum leben? Der Eigenbetreuungsabzug – erst 2011 eingeführt – soll wieder wegfallen. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Um 210 Millionen Franken will die Regierung die Staatskasse in den nächsten drei Jahren entlasten. Dabei will sie die Steuererträge mit einzelnen Anpassungen um 28,1 Millionen Franken erhöhen.

Drei Punkte geben dabei zu reden: Die Einführung einer Minimalsteuer für juristische Personen, die Abschaffung des Eigenbetreuungsabzugs für Familien sowie die Begrenzung des Fahrkostenabzugs («Pendlerabzug») auf 3000 Franken.

Bei Politikern und Verbänden stösst die Regierung auf mässige Gegenliebe. Die CVP beispielsweise lehnt die Streichung des Eigenbetreuungsabzugs entschieden ab, schliesslich wurde dieser erst 2011 eingeführt. Die neue Minimalsteuer für Unternehmen wiederum geht vor allem zulasten von Startup-Unternehmen.