ENTLEBUCH: ChueLee: Böser Streit vor Grand-Prix-Finale

Die Entlebucher Stimmungsmacher Christian Duss (40) und Willy Vogel (42) reden nur noch per Anwalt miteinander. Vogel verlangt von Duss 170'000 Franken.

Drucken
Teilen
Hier noch ein Herz und eine Seele: Willi Vogel (links) und Christian Duss. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Hier noch ein Herz und eine Seele: Willi Vogel (links) und Christian Duss. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

«Es ist enorm Feuer im Dach», verrät Willy Vogel der Zeitung «Sonntag», wie es in einer Vorabmeldung heisst. «Wir haben beide einen Anwalt genommen.» Sein langjähriger Musik-Partner habe Sachen gemacht, die einfach nicht gingen. Christian Duss sei ohne ihn aufgetreten, habe mit Engagements unter dem Namen ChueLee viel Geld verdient. Vogel: «ChueLee sind wir zusammen – ohne den einen darf der andere nichts machen!»

Christian Duss sieht das anders: «Ich bin total enttäuscht von Willy, er hat ChueLee, mich und unsere Fans im Stich gelassen. Zu gebuchten Auftritten erscheint er einfach nicht mehr – ohne sich abzumelden», so Duss verärgert, wie es weiter heisst. «Ich musste von einem Tag auf den anderen einen neuen Musiker finden, zum Glück hat mir Carlo Brunner geholfen.»

Zudem habe Willy Vogel ohne zu fragen «plötzlich einen komischen Manager» engagiert. «Hinter meinem Rücken haben die beiden dann den Namen ChueLee schützen lassen und wollen dafür nun inklusive Inventar wie zum Beispiel Instrumente 170'000 Franken von mir. Sorry, aber das sind moderne Verbrecher – ich werde, wenns sein muss, vor Gericht gehen!»

Schade: Denn derzeit läuft es sehr gut für die Karriere des Entlebucher Duos: Zwei Musikstücke von Christian Duss sind für die nationale Vorentscheidung zum Grand Prix der Volksmusik vom 25. April 2009 nominiert worden.

scd