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Entlebucher befürworten knapp den Umzug des Gemeindehauses zum Marktplatz

Die Gemeinde darf für 3,5 Millionen Franken Stockwerkeigentum im Gebiet Marktplatz für die künftige Gemeindeverwaltung kaufen. Zudem wurde die Gemeindeinitiative der SVP angenommen.
Susanne Balli
So soll sich der Dorfplatz Entlebuch ab 2022 präsentieren. (Visualisierung: PD)

So soll sich der Dorfplatz Entlebuch ab 2022 präsentieren. (Visualisierung: PD)

Die Entlebucher Gemeindeverwaltung wird ihren Standort künftig im Gebiet Marktplatz haben. Die Stimmbevölkerung von Entlebuch befürwortete am Sonntag an der Urne ganz knapp mit 686 Ja- zu 679 Nein-Stimmen (50,26 zu 49,74 Prozent) einen Sonderkredit in der Höhe von 3,5 Millionen Franken. Damit wird der Kauf von Stockwerkeigentum im Marktplatz sowie die Anschaffung von neuem Mobiliar ermöglicht. Die Räumlichkeiten im bisherigen Gemeindehaus aus den Jahren 1961/62 in der Bodenmatt können künftig durch die Gemeindeschule genutzt werden, welche zusätzlichen Platzbedarf hat.

Mit dieser Zustimmung wird die Gemeindeverwaltung voraussichtlich im Herbst 2022 ihren Standort in die neue Überbauung Marktplatz zügeln, wie der Gemeinderat nach Bekanntgabe der Abstimmungsresultate mitteilte. Das Baubewilligungsverfahren wird voraussichtlich im Winterhalbjahr 2019/20 durchgeführt. Im Sommer 2020 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Bebauungspläne immer an die Urne

Einen Erfolg hatte die SVP Entlebuch mit ihrer «Gemeindeinitiative Urnenabstimmung für Bebauungspläne». Die Stimmbürger nahmen die Initiative mit 726 Ja-Stimmen zu 638 Nein-Stimmen (53,23 zu 46,77 Prozent) an.

Die Initiative fordert, dass über Bebauungspläne und Zonenpläne von grosser Tragweite künftig nicht an der Gemeindeversammlung, sondern immer an der Urne abgestimmt wird. Die Initiative verlangt eine entsprechende Ergänzung der Gemeindeordnung.

Gemäss Unterschriftenbogen war ein wesentliches Anliegen des Initiativkomitees, dass über den Bebauungsplan Dorfzentrum Marktplatz an der Urne und nicht an der Gemeindeversammlung abgestimmt wird. Doch dieses Anliegen der Initianten wurde bereits erfüllt, wie der Gemeinderat in der Abstimmungsbotschaft schreibt. Denn auf Antrag des Gemeinderates hatte die Gemeindeversammlung im Dezember 2018 beschlossen, über den Bebauungsplan Marktplatz und die Zonenplanänderung an der Urne abzustimmen. Am 31. März 2019 haben die Stimmbürger der Vorlage klar zugestimmt. Dies genügte der Mehrheit der Stimmbürger offenbar nicht. Der Gang an die Urne wird somit künftig auch bei allfälligen weiteren Bebauungsplänen und Zonenplanänderungen von grosser Tragweite obligatorisch.

Die Stimmbeteiligung bei beiden Vorlagen betrug knapp 56 Prozent.

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