Das «Wort zum Sonntag» kommt neu aus dem Entlebuch

Die SRF-Sendung «Wort zum Sonntag» bekommt diese Woche fünf neue Gesichter. Eines davon ist jenes des Entlebucher Pastoralraumleiters Urs Corradini.

Lucien Rahm
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Ab Samstag regelmässig im SRF zu sehen: Der Entlebucher Pfarreileiter Urs Corradini. (Bild: SRF/Merly Knörle)

Ab Samstag regelmässig im SRF zu sehen: Der Entlebucher Pfarreileiter Urs Corradini. (Bild: SRF/Merly Knörle)

Wenn am kommenden Samstag Hunderttausende Zuschauer die rund vierminütige Fernsehsendung «Wort zum Sonntag» auf SRF 1 schauen, werden sie die Worte eines römisch-katholischen Entlebucher Pfarreileiters zu hören bekommen. Urs Corradini, Leiter des Pastoralraums Schüpfheim/Flühli/Sörenberg, ist Teil des neuen, fünfköpfigen Teams, das fortan abwechselnd die christlichen Kurzreden halten wird.

Um einer der fünf neuen Sprecher zu werden, musste Corradini ein kleines Casting durchlaufen. Den zuständigen Kirchenvertretern beim Fernsehen habe ihn jemand vorgeschlagen, der ihn aufgrund seiner Predigten offenbar dafür geeignet hielt. «Wer das genau war, weiss ich jedoch nicht», sagt Corradini gegenüber unserer Zeitung.

Etwa alle fünf Wochen wird sich der promovierte Theologe im «Wort zum Sonntag» zu aktuellen Themen äussern und eine kirchliche Sicht darauf werfen. Ziel sei es dabei nicht, eine Predigt wie in der Kirche zu halten, um eine biblische Botschaft zu verbreiten. «Es sollen Dinge angesprochen werden, die auch nichtreligiöse Leute beschäftigen.»

Themen werden frei gewählt

Bei der Themenwahl ist Corradini frei. Er muss sich bei der Ausgestaltung seiner Rede lediglich an die publizistischen Leitlinien des SRF halten. Das gewählte Thema in den etwa dreieinhalb Minuten zusammenzufassen, sei jedoch eine Herausforderung. Dabei auch noch darauf zu achten, wie er beim Vortragen vor der Kamera wirkt, sei ebenfalls neu für ihn.

Zur Vorbereitung haben Corradini und seine vier Sendungskollegen ein dreitägiges Seminar absolviert, wo ihnen die Fernsehleute zeigten, auf was zu achten ist. «Das war sehr lehrreich», sagt der 49-Jährige. Beigebracht wurde den neuen Sprechern unter anderem, wie sie ihrer Rede Dynamik und Glaubwürdigkeit verleihen, Aussagen klar und kurz formulieren und dabei auch Platz für Emotionen lassen können.

Vor seiner ersten Aufzeichnung am Freitagnachmittag ist Corradini daher auch nicht allzu nervös. «Die Übungen aus dem Seminar geben einem Sicherheit», sagt er. Zudem werde die Rede auch nicht live übertragen.

In seiner ersten Ausgabe wird sich Corradini dem Thema Fortschritt widmen. «Es wird darum gehen, wo die Menschen Fortschritte bei der technischen Entwicklung machen und wo sie auch beim Zusammenleben Fortschritte erzielen könnten.» Wie es ihm gelingt, diese Fragen in dreieinhalb Minuten auf den Punkt zu bringen, lässt sich am Samstagabend beobachten.

Hinweis: Das erste «Wort zum Sonntag» mit Urs Corradini wird am Samstag, 6. Oktober um 20 Uhr auf TV SRF 1 ausgestrahlt.