Entsorgung
Krienser Stadtrat will Pläne für neuen Ökihof beim Pilatusmarkt definitiv begraben

Der Kanton Luzern würde die Waldrodung zu Gunsten einer neuen Entsorgungsstation nicht bewilligen. Das habe die Vorprüfung gezeigt.

Stefan Dähler
Drucken
Teilen

Das Grütwäldli neben dem Pilatusmarkt in Kriens soll nicht zum Standort für einen neuen Ökihof werden. Der Stadtrat beantragt dem Einwohnerrat, eine dafür nötige Einzonung des Areals abzulehnen. Grund: Abklärungen hätten gezeigt, dass der Kanton Luzern die für das Projekt nötige Waldrodung nicht bewilligen würde.

Im Grütwäldli neben dem Krienser Pilatusmarkt hätte der neue Ökihof entstehen sollen.

Im Grütwäldli neben dem Krienser Pilatusmarkt hätte der neue Ökihof entstehen sollen.

Bild: Roger Grütter
(18. Februar 2020)

Die Abklärungen gehen auf eine Initiative der FDP zurück, die im Mai 2020 vom Einwohnerrat angenommen worden ist. Begründet wurde das Begehren damit, dass der Platz beim bestehenden Ökihof in Horw schon länger knapp ist. Versuche, diesen zu erweitern oder an einen anderen Standort zu verlegen, scheiterten bis anhin, obwohl in einer Evaluation 24 Areale im Gebiet Luzern Süd geprüft wurden.

Rodung ist nur möglich, wenn keine anderen Standorte vorhanden sind

Aufgrund des Einwohnerratsentscheids musste die Stadt Kriens ein Einzonungsverfahren für das Areal Grütwäldli starten, obwohl der Stadtrat schon damals zu Bedenken gab, dass die Waldrodung nicht bewilligbar sei. Das habe die kantonale Vorprüfung nun bestätigt, schreibt der Stadtrat im Bericht und Antrag an den Einwohnerrat. Eine Rodung wäre nur möglich, wenn kein anderer Standort für den Ökihof in Frage käme.

Zwar wurde bisher kein solcher gefunden. Jedoch seien alternative Areale aus wirtschaftlichen Gründen verworfen worden, etwa wegen hoher Kosten oder anderen vorgesehenen Nutzungen. Das sei aus rechtlicher Sicht nicht ausreichend. Die Standortgebundenheit werde «nicht hinreichend begründet», heisst es in der Stellungnahme der kantonalen Abteilung Landwirtschaft und Wald, die dem Bericht und Antrag beiliegt. Weiter sprächen ökologische Gründe für den vollständigen Erhalt des Grütwäldlis, das mit dem Steinibach eine wichtige Vernetzungsachse zwischen Pilatusgebiet und See darstelle.

Aktuelle Nachrichten