EPIDEMIE: Luzern bleibt die Schweizer Masern-Hochburg

Die Masernepidemie in der Schweiz hat sich trotz Aufrufen zu Nachholimpfungen auch in den vergangenen Wochen fortgesetzt. Am meisten Erkrankungen gibt es nach wie vor im Kanton Luzern.

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Hugo Schön, Facharzt für Kinder und Jugentliche, beim Impfen eines Kleinkindes. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)

Hugo Schön, Facharzt für Kinder und Jugentliche, beim Impfen eines Kleinkindes. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)

Bisher wurden im neuen Jahr bereits 303 Fälle registriert, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in seinem jüngsten Bulletin vom Montag schreibt. Am meisten Erkrankungen wurden bis am vergangenen Dienstag mit 89 aus dem Kanton Luzern gemeldet. Das macht beinahe 30% der Fälle schweizweit aus. Insgesamt waren 23 Kantone betroffen, neben dem Kanton Luzern besonders auch die Kantone Aargau, Waadt, Solothurn und Bern.

Das BAG empfiehlt allen nach 1963 geborenen, nicht oder nicht vollständig geimpften Personen, die Masern noch nicht gehabt haben, eine Nachholimpfung. Obwohl die seit Ende 2006 in der Schweiz grassierende Masernepidemie abzuklingen schien, hat sie sich seit Ende 2008 erneut verstärkt, wie das BAG schreibt. Seither erhöhe sich die monatliche Zahl der Fälle konstant.

ap