ERFINDUNG: Luzerner gewinnt Dyson-Innovationspreis

Schluss mit Skiern schultern! Das Projekt «Khumbu» von David Bucheli aus Luzern hat den siebten James Dyson Award in der Schweiz gewonnen.

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Khumbu im Einsatz. (Bild pd)

Khumbu im Einsatz. (Bild pd)

Beim Dyson-Innovationspreis werden sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene die besten Erfindungen von jungen Menschen ausgezeichnet. Am 14. Juli hat die Jury aus den eingereichten Arbeiten aus den Bereichen Industrie- und Produkt-Design das beste Schweizer Projekt ermittelt: «Khumbu» des 29-jährigen David Bucheli aus Luzern.

«Funktionell und handlich»
Bei Khumbu, das im Rahmen einer Diplomarbeit an der Fachhochschule Nordwestschweiz im Institut Industrial Design entstanden ist, handelt es sich um eine Traghilfe für den Transport der gesamten Skiausrüstung. Ski und Skischuhe werden schnell angebracht und man kann das Objekt einfach als Trolley oder als Rucksack im öffentlichen Verkehr oder in schwierigem Gelände nutzen – kurz, das Reisen mit einer Skiausrüstung, vor allem im öffentlichen Verkehr, wird stark vereinfacht, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Professor Gregor Naef, Jurymitglied und Präsident der Swiss Design Association, die den Wettbewerb zusammen mit dem Staubsaugerhersteller Dyson ausgeschrieben hat, erklärt: «Khumbu funktioniert, ist handlich, hat ein formschönes Lifestyle-Design und in der Skination Schweiz, die auch als Weltmeister in der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel gilt, hat die Idee eine reelle Chance am Markt.»

An internationaler Ausscheidung dabei
Bucheli gewinnt eine Jungmitgliedschaft bei der swiss design association, ein Wochenende in London und einen Besuch beim Dyson-Hauptsitz in Malmesbury. Zudem qualifiziert sich der Schweizer Sieger mit seinem Projekt für das Finale des internationalen James Dyson Awards und hat die Chance 10'000 Pfund (rund 17'600 Schweizer Franken) für sich und nochmals den gleichen Betrag für seine Hochschule zu gewinnen.

Im Vorfeld haben weltweit rund 450 Projekte aus 20 Ländern teilgenommen. Der internationale Gewinner wird Anfangs September, nach der Vorselektion der jeweiligen Länder, gekürt. Aus der Schweiz respektive von Studenten von Schweizer Universitäten sind heuer nur zehn Projekte eingegangen, von denen sieben die Kriterien zur Annahme erfüllt haben. «Das sind klar weniger als im letzten Jahr, wo es 37 Teilnahmen aus der Schweiz gab», sagt Dyson-Pressesprecher Daniele Müller auf Anfrage. Die Zahl sei jedoch mit der Anzahl Teilnahmen etwa aus Holland, Finnland oder Russland vergleichbar. Zudem: «Alle eingegangenen Projekte aus der Schweiz sind qualitativ sehr hochwertig.»

Zentralschweizer auch letztes Jahr an der Spitze
Im Jahr 2008 wurden 50 Projekte von Schweizer Studierenden eingereicht. In der Vorselektion wurden die besten sechs Projekte selektiert, wovon die besten drei das Final erreichen. Unter den sechs ausgewählten Projekten war auch eines aus der Zentralschweiz dabei. «Toast and Go» von Othmar Mühlebach aus Kerns, welches die gleichzeitige Zubereitung von vier Toasts ermöglicht.

scd/ost

Video zu Khumbu: