Erfolgreiches Pilotprojekt für Kinderbetreuung

Die Stadt Luzern hat das Pilotprojekt Betreuungsgutscheine evaluiert. Das Resultat ist positiv. Dank dem Projekt wurden Voraussetzung geschaffen, um Familie und Beruf zu vereinbaren.

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Kinder in der Tagesstätte «Small Foot» in der Stadt Luzern. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Kinder in der Tagesstätte «Small Foot» in der Stadt Luzern. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann/Neue LZ)

In der Schweiz ist Luzern die erste Stadt, die familienergänzende Kinderbetreuung mit Betreuungsgutscheinen gestaltet. Wie die Ergebnisse belegen, schafft das Pilotprojekt eine wichtige Voraussetzung, damit Familie und Beruf vereinbart werden können, wie die Sozialdirektion der Stadt schreibt.  

Das Projekt läuft seit über zwei Jahre. Die wichtigsten Erkenntnisse:

- In und um Luzern stehen für Eltern von Kindern im Vorschulalter genügend bezahlbare Betreuungsplätz zur Verfügung.
- Die Betreuungsgutscheine stärken die Eigenverantwortung und den Einfluss der Eltern.
- Die Investition in die familienexterne Kinderbetreuung zahlt sich aus - sowohl für die Eltern wie auch für die öffentliche Hand.

Ein Standortvorteil für Familien und Arbeitgeber

Die Stadt sieht die Umsetzung des Pilotprojekts als erfolgreich an. Für Tageseltern gibt es freie, bezahlbare Betreuungsplätze in Kindertagesstätten (Kitas). Das sei ein Standortvorteil für Familien und Arbeitgeber, wie in der Medienmitteilung weiter steht. Die angestrebten Zielsetzungen wurden erreicht.

Kosten von 6,9 Millionen Franken

Die Kosten für das Projekt, vom 1. April 2009 bis 31. Januar 2011, betragen 6,9 Millionen Franken. Das Bundesamt für Sozialversicherungen übernahm davon 2 Millionen Franken. Noch bis Ende 2012 läuft das Projekt.

Bund findet Projekt pionierhaft

Auch der Bund, der das Pilotprojekt finanziell unterstützt, beurteilt die Betreuungsgutscheine gemäss Mitteilung der Stadt Luzern positiv. Das Luzerner Projekt sei pionierhaft und zeige, dass in der familienergänzenden Kinderbetreuung mit neuen Ansätzen viel erreicht werden könne.

Das Stadtluzerner Projekt fand bereits Nachahmer. Verschiedene Gemeinden im Kanton Luzern aber auch in anderen Kantonen sind daran, Betreuungsgutscheine einzuführen.

pd/sda/ks