Ernährung
Klagen über schlechtes Essen in den Kinderhorten: So reagiert die Stadt Luzern

Ein neues Ernährungskonzept soll dafür sorgen, dass in den Tagesstrukturen ausgewogene Mahlzeiten auf den Tisch kommen.

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(hb) Die Volksschule der Stadt Luzern erhielt vom Kinderparlament im Januar 2020 den Schmähpreis «Saure Zitrone» für schlechte Verpflegung. Die Kinder bemängelten vor allem die Qualität der Mahlzeiten an den Schulen, die von der Viva Luzern AG beliefert werden. Die FDP-Grossstadträte Sandra Felder-Estermann, Mike Hauser und Marc Lustenberger wollten daraufhin im Oktober 2020 vom Stadtrat wissen, ob es seither Fortschritte gegeben habe.

Die Qualität der Speisen in den Luzerner Kinderhorten sorgt für Diskussionen.

Die Qualität der Speisen in den Luzerner Kinderhorten sorgt für Diskussionen.

Symbolbild: Andrea Stalder

Hort-Personal lernt, wie man Mahlzeiten präsentiert

Man habe Verbesserungsvorschläge von Delegierten des Kinderparlaments anlässlich eines Besuchs in der Viva-Küche im Eichhof entgegengenommen, schreibt der Stadtrat jetzt in der Vorstoss-Antwort. Zudem seien in verschiedenen Schülerhorten Schulungen zum korrekten und guten «Aufbereiten, Regenerieren und Fertigen» der von der Viva vorbereiteten Mahlzeiten sowie zur Mahlzeitenpräsentation durchgeführt worden.

Unabhängig davon hat die Volksschule im Jahr 2020 ein «Ernährungskonzept der Volksschule Stadt Luzern» erarbeitet, unter anderem gemäss dem Qualitätslabel der Gesundheitsförderung Schweiz für eine ausgewogene und nachhaltige Ernährung. Qualitativ gute Ernährung, ein nachhaltiger Konsum und die nachhaltige Produktion der Ernährung seien in der ganztägigen Schule von grosser Bedeutung, hält der Stadtrat fest.

Schülerwünsche werden berücksichtigt

Die Volksschule bestellt aus täglich mehreren Menukomponenten bei der Viva die Mittagsmahlzeiten. In den einzelnen Küchen der Schülerhorte werden die vorbereiteten Komponenten danach aufbereitet und die Mahlzeiten angerichtet. «Die Kinder werden in allen Schulen von den Betreuungsmitarbeitenden regelmässig nach der Zufriedenheit mit dem Menuangebot am Mittagstisch befragt», so der Stadtrat. Die Rückmeldungen sollen in die Essensauswahl (Bestellung) einfliessen.