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ERÖFFNUNG: 200 000 Franken für das Velofest

Morgen wird der neue Veloweg zwischen Luzern und Kriens eingeweiht – mit Konzerten, Parcours und allem rund ums Velo. Dafür nimmt die Stadt viel Geld in die Hand.
Gabriela Jordan
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Gabriela Jordan
gabriela.jordan<span class="mail_autor">@luzernerzeitung.ch</span>

Der neue Velo- und Fussweg zwischen Luzern und Kriens wird seit rund fünf Monaten bereits rege benutzt – jetzt eröffnet ihn die Stadt Luzern offiziell: Mit dem morgigen Velofest feiert sie zusammen mit der Gemeinde Kriens und Luzern Süd die Fertigstellung des «Velohigh­ways», der auf dem ehemaligen Zentralbahn-Trassee zwischen Neubad Luzern und Mattenhof Kriens verläuft und insgesamt 4,8 Millionen Franken gekostet hat.

Erwartet werden morgen rund 10000 Besucher. Günstig wird die Einweihung nicht: Wie die Stadt Luzern einen Bericht des &laquo;Regionaljournals&raquo; von Radio SRF bestätigt, rechnet sie mit Kosten von bis zu 200000 Franken. Der Betrag sei gerechtfertigt, findet Stadtrat Adrian Borgula (Grüne): «Es ist wichtig, dass solche Infrastrukturprojekte bekannt sind. Und wenn die Öffentlichkeitsarbeit für ein Bauprojekt für über 4 Millionen Franken 200000 Franken kostet, ist das ein gutes Verhältnis.» Im Betrag enthalten sind nicht nur reine Festkosten, sondern weitere Aktionen, um Werbung fürs Velofahren zu machen. Darunter etwa Drucksachen wie Plakate oder die in der «Zentralschweiz am Sonntag» erschienene Beilage.

Auf die Frage, ob es nicht förderlicher wäre, das Geld direkt in weitere Infrastrukturprojekte zu investieren, meint Borgula: «Für unsere Mobilitätsstrategie ist ein Sensibilisieren ebenfalls wichtig.» Das Velofest sei ein Teil davon. Mit der Mobilitätsstrategie soll der Velo- und Fussverkehr gefördert werden. Für ihre Veloförderung hat die Stadt den Prix Velo Infrastruktur 2016 erhalten.

Aussteller müssen nichts bezahlen

Auch die Gemeinde Kriens beteiligt sich an den Kosten für das Fest – der genaue Betrag kann noch nicht beziffert werden. Dies, weil der Aufwand teils der städtischen Kampagne zuzuordnen ist, teils vom Baukredit abgedeckt wird. Dieser sieht einen Budgetposten für die Öffentlichkeitsarbeit vor. Kriens beteiligte sich am Baukredit mit 500 000 Franken.

Das Fest wird ganz von der öffentlichen Hand bezahlt. Von den über 100 Ausstellern, die den Anlass als Plattform für sich nutzen können, wird kein Beitrag verlangt. «Das haben wir gezielt so gemacht, um den Akteuren eine Chance zu geben, sich zu präsentieren und zu vernetzen», so Borgula. Dies sei für die Gesamtstrategie wie etwa die Förderung des Veloverleihs zweckmässig. Die Partner würden ebenfalls viel in den Anlass investieren. Dem pflichtet der Krienser Gemeindepräsident Cyrill Wiget (Grüne), der auch Inhaber des Geschäfts Velociped ist, bei. Er sagt: «Natürlich hätten wir einen Beitrag verlangen können, aber wir wollten möglichst viele Anbieter ins Boot holen.» Eine feierliche Eröffnung sei ein wichtiger Akt, schliesslich «eröffnet man auch jede Autobahnraststätte».

Politiker enthüllen morgen den Namen des Weges

Eröffnet wird das Fest mit der Taufe der Strasse um 10 Uhr morgens im Neubad Luzern. Eine Jury, bestehend aus Vertretern der städtischen Verwaltung, der Gemeinde Kriens und der angrenzenden Quartiervereine, hat den Namen aus 310 Einsendungen des Namenswettbewerbs ausgewählt. Diesen werden Borgula und Wiget bekanntgeben. Die Siegerin oder der Sieger des Wettbewerbs erhält einen Gutschein von 600 Franken für ein Velogeschäft in der Region – was ebenfalls aus dem Topf der 200000 Franken gezahlt wird.

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