ERSATZWAHL: Bernadette Schaller verzichtet auf Kandidatur

«Nach reiflicher Überlegung» verzichtet Bernadette Schaller auf eine Kandidatur um den Sitz von Markus Dürr. Dass sie von der CVP-Amtspartei Willisau nicht portiert worden ist, enttäuscht sie.

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Bernadette Schaller. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Bernadette Schaller. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

«Zumal die Amtspartei Sursee mit zwei Kandidaten antritt, wäre es auch der Willisauer Amtspartei gut angestanden, ihren beiden Kandidierenden eine faire Chance zu geben, sind doch Regierungsratswahlen kantonale Wahlen», macht Bernadette Schaller aus Alberswil ihrem Ärger in einer Medienmitteilung Luft. Das Verdikt der CVP-Amtspartei-Delegiertenversammlung Willisau vom vergangenen Samstag, nicht sie, sondern Guido Graf für die Ersatzwahl in den Regierungsrat zu nominieren, habe sie «sehr enttäuscht».

Benachteiligung von Frauen postuliert
Ihren Entschluss, für die Nomination an der kantonalen Delegiertenversammlung am 6. Juli nicht mehr zur Verfügung zu stehen, habe die 53-jährige ehemalige Kantonsratspräsidentin nach «vielen, vor allem auch aufmunternden Gesprächen und trotz grosser Unterstützung von Frauen und Männern ausserhalb des Amtes Willisau» gefasst. «Ich glaube nach wie vor, dass ich mit meinem beruflichen Werdegang und meiner reichen politischen Erfahrung ebenbürtige Voraussetzungen als Regierungsrätin mitgebracht hätte», schreibt Schaller weiter. Das Ungleichgewicht zwischen den verbliebenen Kandidaten – drei Männer und eine Frau – zeige, «wie wenig Chancen den Frauen auch heute noch eingeräumt werden, wenn es darum geht, an einem Teil der Macht zu partizipieren».

scd