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Erschütternde Bilder aus den USA

Thomas Heer

Drogen Methamphetamin ist ein von Menschenhand geschaffener und in der Schweiz verbotener, stimulierender Stoff. Er kommt in mindestens drei Formen vor. Zum einen sind das die sogenannten Thaipillen, kleine meist rosafarbene Tabletten. Versehen sind sie mit dem Logo «wy». Geschmacklich angereichert wird das Präparat mit Vanillin. Eine Tablette wiegt zirka 100 Milligramm. Davon entfallen maximal 20 Milligramm auf Metamphetamin, der Rest besteht aus Koffein und anderen mehrheitlich psychoaktiven Stoffen.

Zum anderen findet sich auf dem Markt Crystal Meth auch «Ice» oder «Shabu» genannt. Diese Droge wird in Kristallform oder kristalliner Pulverform angeboten. Der Metamphetamin-Gehalt bei Crystal Meth beträgt 70 Prozent und mehr. Die dritte Art, wie Meth­amphetamin unter die Konsumenten kommt, ist pulverförmig, in der Schweiz jedoch wenig verbreitet.

Im Mittleren Westen der USA ist Crystal Meth eine Seuche

Traurige Berühmtheit erlangte Crystal Meth aufgrund von erschütternden Bildern, aufgenommen in den USA und verbreitet übers Internet. Es werden Gesichter von Menschen gezeigt, die nach jahrelangem Crystal-Meth-Konsum, an Zombies erinnernd, apathisch in die Kamera blicken. In den USA haben Millionen von Männern und Frauen bereits Erfahrungen mit dem Konsum von Crystal Meth gemacht. Hunderttausende sind schwerst süchtig.

Der Stoff macht schnell abhängig. Methamphetamin führt dazu, dass im Gehirn das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet wird. Das euphorisiert die Konsumenten, sie bleiben tagelang ohne Schlaf, spüren ein gesteigertes Selbstbewusstsein und einen erhöhten sexuellen Drang. Zudem verspüren die Meth-Konsumenten kaum Hunger. Vor allem Frauen nutzen den Stoff daher, um abzunehmen.

In den USA wird Crystal Meth in vielen Haushalten selber hergestellt. Als Basis dienen Erkältungsmedikamente. Die Produktion ist ziemlich günstig, auch für Laien machbar, wegen Explosionsgefahr aber höchst gefährlich. Crys­tal Meth ist in den USA flächendeckend verbreitet und wird in sämtlichen Bevölkerungsschichten konsumiert. Die grösste Verbreitung hat die gefährliche Substanz jedoch in den dünnbesiedelten und ländlichen Gebieten des Mittleren Westens.

Thomas Heer

thomas.heer@luzernerzeitung.ch

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